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Wirbel auf Twitter: Piers Morgan pestet gegen LGBT-Sandwich - und Boy George reagiert

Eine Sandwich-Sonderedition eines britischen Unternehmens Marks & Spencer anlässlich der Schwulen- und Lesbenbewegung bringt Moderator Piers Morgan auf die Palme. Er fragt auf Twitter nach einer Hetero-Ausgabe. Eine Antwort erhält er von Boy George.

Der Moderator Piers Morgan

Piers Morgan regt sich bei Twitter über ein Sandwich auf

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Riesenwirbel auf Twitter um ein Sandwich. Das britische Einzelhandelsunternehmen Marks & Spencer hat anlässlich der "Pride" eine Sonderedition ihres BLT-Sandwiches rausgebracht. Dabei stehen die Buchstaben für die jeweiligen Zutaten: Salat (Lettuce), Speck (Bacon) und Tomaten (Tomatoe). Um das "G" unterzubringen, brachte das Unternehmen eine Version mit Guacamole auf den Markt. Somit war das LGBT-Sandwich geboren - eingeschweist in eine bunte Verpackung in Regenbogenfarben.

Für Moderator Piers Morgan, der in den Sozialen Netzwerken gerne für Kontroversen sorgt, ein sprichwörtlich gefundenes Fressen. Auf Twitter wirft er dem Unternehmen vor, eine gute Sache zu missbrauchen, um damit Gewinne zu machen. Fragt sinngemäß, ob krisengeschüttelten Unternehmen eigentlich nichts mehr Heilig ist, um daraus Profit zu schlagen. An Marks & Spencer gerichtet schreibt er: "Schämt euch. Das ist wahrhaft erbärmlich". 

Piers Morgan: Kommt auch ein Hetero-Sandwich?

Das Unternehmen reagiert prompt und erklärt: "Hallo Piers. Wir haben unserem beliebten BLT-Sandwich einen Dreh gegeben, um die Pride zu feiern und 10.000 Pfund für die nationale LGBTQ-Gemeinde und jugendliche Obdachlose zu sammeln."

Doch das scheint Morgan nicht zu besänftigen. Provokant fragt er, ob es auch eine weiße, männliche, Hetero-Sandwich-Option geben wird. "Oder würde das als beleidigend angesehen werden?". Eine Antwort dazu bekommt er von der 80er-Jahre-Ikone Boy George. Der ehemalige Sänger der Band  Culture Club, der aus seiner Homosexualität nie ein Geheimnis machte, schreibt dazu: "Fairerweise muss man sagen, dass die meisten Sandwiches weiß, hetero und männlich sind (...) Es sind die Cupcakes, um die du dir Sorgen machen solltest!"

Auch andere Promis mischen sich ein: "Sie haben schon einen ziemlich unbeeindruckenden Truthahn, Kumpel", schreibt Comedian James Colley. Einige davon lassen kleine Seitenhieben auf Morgan los, so wie der US-Politiker und LGBTQ-Aktivist Brian Sims: "Wir könnten es einen fleischlosen Morgan nennen. Nur altes, knuspriges Weißbrot, Mayonnaise, heißer Frischkäse und Salz. Wahrscheinlich noch ein bisschen mehr Mayo an der Seite!"

Als sich schließlich das LBGTQ-Magazin "Attidude" zu Wort meldet, und darauf hinweist, dass sich die Wohltätigkeitsorganisation, die davon profitiert, für Jugendliche einsetzt, die aufgrund ihrer Homosexualität zu Hause rausgeworfen wurden, zeigt Morgan doch noch etwas Verständnis. "OK, helfen wir also der Wohltätigkeitsorganisation (die hervorragend klingt) dabei, nicht zuzulassen, dass krisengeschüttelte Firmen Sandwiches auf so zynische, tugendsignalisierende Weise sexualisieren."

Quelle: Twitter

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jek