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Im Kinderzimmer: Mit Brutkasten von Ebay: Teenager brütet Supermarkt-Ei aus

Ein Teenager aus England kauft sich ein halbes Dutzend Eier im Supermarkt. Auf Ebay ersteigert er einen Brutkasten und wagt ein Experiment. 28 Tage später zeigt sich ein überraschend flauschiger Erfolg. 

Ein Küken schlüpft aus einem Ei

Nach 28 Tagen pickte sich das Entenküken seinen Weg in die Freiheit (Symbolfoto)

Getty Images

Wie die "Daily Mail" berichtete, wollte der 14-Jährige aus dem englischen Sutton Coldfield ein Experiment wagen: Ist es möglich ein Supermarkt-Ei auszubrüten? Dafür soll sich der Schüler ein halbes Dutzend Enteneier für 2,30 Pfund (2,60 Euro) besorgt haben. Auf Ebay ersteigerte er nach eigenen Angaben für 40 Pfund (45 Euro) einen Brutkasten.

Laut Bericht traute er schon drei Tage später seinen Augen nicht. Im Schein einer Taschenlampe, die er an die Schale hielt, sah er ein pochendes Herz. 

"Das Entlein ist absolut entzückend und macht schon kleine Quak-Geräusche. Ich bin erstaunt, dass ein Supermarkt-Ei tatsächlich geschlüpft ist. Aber auch sehr aufgeregt", wird der Junge zitiert. "Nach etwas mehr als drei Wochen begann das Ei zu schaukeln und ein paar Tage später pickte sich das Tier seinen Weg nach draußen."

Ente soll auf einer Farm leben

Die Idee dazu sei ihm bei einer Familien-Diskussion gekommen, da Supermarkt-Eier ja eigentlich nicht befruchtet sein sollten. Er habe dann Nachforschungen angestellt und über jemanden gelesen, dem es gelungen war, das Ei einer Wachtel auszubrüten. Also habe er zunächst auch Wachteleier gekauft, doch da sei nichts passiert. Erst mit dem Entenei. Wenn das Tier größer ist, soll es auf einer nahe gelegenen Farm leben.

Auf das Experiment angesprochen erklärte der Ei-Produzent, dass die Chancen zwar "bemerkenswert gering" aber nicht unmöglich seien. Die Hühner würden in kleinen Gruppen gehalten mit Zugang zu einem Außenbereich. Dort könnten sie auch schon mal die Aufmerksamkeit von Wildenten erregen. 

stern TV-Experiment mit Bio-Eiern

Ein ähnliches Experiment wagte auch stern TV im vergangenen Jahr, nachdem eine Hundezüchterin ein Bio-Ei ausbrütete. Im Beisein der Geflügelexpertin Dr. Mareike Fellmin legte man konventionelle und Bio-Eier aus verschiedenen Märkten in einen professionellen Brutkasten. Zum Vergleich kamen noch einige Eier vom wissenschaftlichen Geflügelhof mit in die Brutmaschine. In neun Eiern entwickelte sich tatsächlich Leben, alle stammten aus dem Bio-Bereich. "Es kann schon mal sein, dass ein Hahn zwischen den Legehennen lebt", so die Geflügelexpertin damals. Ein befruchtetes Ei unterscheide sich in der Qualität und den Inhaltsstoffen jedoch nicht von einem unbefruchteten. "Die kann man wirklich bedenkenlos essen." Für die Henne mache es auch keinen Unterschied, "weil sie nicht mehr oder weniger Eier legt, wenn ein Hahn dabei ist." 

Dennoch solle man nicht aus Neugier Eier zu Hause ausbrüten. "Die Temperatur muss konstant sein, die Luftfeuchtigkeit. Die Eier müssen gewendet werden. Das wird in einer Brutmaschine alles simuliert. Für einen Ungeübten kann so ein Experiment aber problematisch sein." Und dann sei zu befürchten, dass man unnötiges Tierleid erzeuge. "Nicht selten sind die Küken dann nicht lebensfähig. Man kann wirklich viel falsch machen – und das ist dann nicht mehr im Sinne des Tierschutzgedankens."

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Quelle: "Daily Mail"

jek
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