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"Mephisto": (K)ein Disstrack: Bushido rechnet mit Ex-Partner Arafat Abou-Chaker ab

Viele Fans hatten Bushidos neuen Song "Mephisto" mit Spannung erwartet – und sie wurden nicht enttäuscht. Schließlich rechnet der Rapper mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker ab. Doch welches Risiko geht er damit ein?

Bushido rechnet mit Ex-Partner Arafat Abou-Chaker ab

Bushido und Arafat Abou-Chaker (l.) waren einst Freunde, wie hier auf der Filmpremiere von "Zeiten ändern dich". Nun rechnete Bushido in seinem neuesten Song "Mephisto" mit dem Clan-Chef ab. 

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Luzifer, Satan: Der Teufel hat viele Namen. nennt ihn in seinem neuesten Song – nach dem Teufel in Goethes "Faust" – "Mephisto". Der Berliner Rapper meint damit seinen alten Weggefährten Arafat Abou-Chaker. Es fällt zwar kein Name. "Dissen ohne Namen nennen / Glaub mir mal / Sie wissen, wer / Die Seele dieses Jungen genommen hat aus Gier", heißt es im zehnminütigen Track. Doch nach allem, was im Vorfeld zu hören war, ist klar, dass damit sein Trauzeuge und ehemaliger Geschäftspartner gemeint ist.

Es ist eine Abrechnung, die von vielen Fans seit Monaten mit Hochspannung erwartet wurde. Im März dieses Jahres hatten sich der Rapper und der Clan-Chef nämlich offiziell voneinander getrennt: "Ich danke allen Beteiligten für die jahrelange Unterstützung, aber einige werden heute nicht mehr gemeinsam mit mir den Weg beschreiten. Dazu gehört auch Arafat", schrieb Bushido damals bei .

In den Folgemonaten brach zwischen beiden Seiten ein Streit aus, der durch Instagram-Stories und die tatkräftige Unterstützung der BILD-Zeitung und diverser Rap-Medien weiter hochkochte. Nun findet die ganze Dramatik ihren vorläufigen Höhepunkt in dem juristisch abgesicherten Deutschrap-Abrechnungssong "Mephisto", der für Bushido die perfekte Promo für sein am 28. September erscheinendes Album "Mythos" ist.

Nach vielen Monaten des Rätselratens und unendlicher Fan-Videos, in denen alle möglichen Verschwörungstheorien...

Gepostet von Bushido am Mittwoch, 28. März 2018

Privatleben, Karriere: Bushido packt aus

Um einen wirklichen Disstrack handelt es dabei nicht. Vielmehr lässt der 39-Jährige, wie der Fernsehsender N-TV schreibt, "die Hosen runter". Er rappt vor allem über seinen Karriereweg, sein Privatleben und erzählt, welche Rolle Mephisto darin gespielt hat. "Der Junge überlegte, zu wenig sprach dagegen / Heute weiß er, damals trat der Teufel in sein Leben", rappt Bushido gleich zu Beginn. Damit spielt er auf die Zeit bei Aggro Berlin, sein damaliges Label, an. Arafat half ihm damals auf wundersame Weise, aus seinem Vertrag zu kommen.

Anschließend waren der Rapper und der Clan-Chef ein unzertrennliches Duo. Doch wie der stern schon in seiner Titelgeschichte "Bushido und die Mafia" im April 2013 berichtete, hatte die Zusammenarbeit Folgen: "Auf einmal musste er sich um die Zukunft nicht mehr sorgen (...) / Für viele ein Idol, doch seine Freiheit Illusion", rappt er. Nicht nur seine Freiheit war weg, auch sein Privatleben fing an, in die Brüche zu gehen: "Es gab Zeiten, da folgte er Mephisto wie blind / Hörte die Lügen immer wieder wie das Flüstern im Wind / Wurde genauso wie er, gab den Widerstand auf / Jetzt muss er vieles graderücken, weil ihm niemand mehr glaubt / So viele Menschen erniedrigt, sich unfair verhalten / Auf dem Weg ihres Erfolges liegen hunderte Leichen", heißt es in "Mephisto".

Inzwischen sei sein Leben "wieder voller Farben". "Die Fehler, die er machte, sind tief in ihm verankert / Für jeden Tag mit der Familie ist er dankbar", rappt Bushido abschließend.

Eskaliert der Streit mit Arafat Abou-Chaker weiter?

Schon jetzt haben sich über 1,2 Millionen Menschen das dazugehörige Video bei Youtube angeschaut. In den Kommentaren herrscht größtenteils Einigkeit. "Ein Meisterwerk", "Gänsehaut" oder "Legende", schreiben die meisten User. Kaum einer hat etwas Negatives über die neue Single zu sagen. Auch der Mann, an den "Mephisto" gerichtet ist, schweigt noch. Arafat Abou-Chaker pausierte seinen Instagram-Account bereits sechs Stunden vor der Veröffentlichung.

Allerdings bleiben viele Fragen offen. Welches Risiko geht Bushido beispielsweise mit der Veröffentlichung ein? Im Lied heißt es: "Er würde sogar mit dem Tod bezahlen / Denn er hat keine Angst." Die "BILD" berichtet seit Monaten davon, dass LKA-Beamte Gefährderansprachen mit Mitgliedern des Clans führen. Demnach sehe man "erhebliches Konfliktpotenzial" zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker. Dazu passte eine Instagram-Story, die Anna-Maria Ferchichi, Bushidos Frau, vor wenigen Tagen veröffentlichte. Sie schrieb: "Du hast also etwas Großes gegen meinen Mann und alle, die mit ihm sind, vor, noch bevor sein Album erscheint? Wie darf ich das verstehen? Mord?" Es scheint so, als ob da in den nächsten Monaten noch mehr passieren könnte.

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