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Bei Auftritt in Turin: DJ Solomun verstört Fans mit muslimischem Gebetsaufruf

House-DJ Mladen Solomun hat bei einem Gig in Turin für einen Eklat gesorgt: Er verwendete ein Sample mit dem muslimischen Gebetsaufruf. Dafür hat er sich nun entschuldigt.

Gig von DJ Solomun

Fans bei einem Gig von DJ Solomun 

Picture Alliance

Eigentlich sollte DJ Mladen Solomun den Massen beim Kappa Futur Festival in Turin mächtig einheizen. Doch statt für ekstatisch tanzende Fans sorgte der Hamburger bei seinem Auftritt für einen Eklat. Mitten im Set hörten viele plötzlich auf zu tanzen, eine seltsame Stimmung kam auf.

Das blieb auch Solomun an seinem Mischpult nicht verborgen – den Grund dafür erfuhr er aber erst später. In seinem Set hatte der ein Sample des Adhan, des muslimischen Aufrufs zum Gebet, benutzt. Damit hatte er viele muslimische Partygänger irritiert.

Solomun entschuldigt sich für Gebetsaufruf in DJ-Set

Im Nachhinein entschuldigte sich Solomun für seinen Fauxpas und erklärte, wie es dazu gekommen war. "Ich möchte mich bei allen Muslimen auf der Welt entschuldigen", schrieb der House-DJ in einer Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite. "Von ganzem Herzen bitte ich um Vergebung dafür, dass ich eure religiösen Gefühle verletzt habe." Außerdem bedankte er sich für die vielen Hinweise, ohne die er seinen Fehler wahrscheinlich gar nicht bemerkt hätte.

+++ PERSONAL APOLOGY FROM MLADEN SOLOMUN +++ First and foremost I would like to apologize to all Muslims around the...

Gepostet von Solomun (Official) am Montag, 9. Juli 2018

Doch wie war der Gebetsaufruf in Solomuns Set hineingeraten? "Als ich den Track spielte, hatte ich keine Ahnung, was passiert, aber ich merkte, dass etwas komisch war", schreibt er. Er habe kurz vor der Show ein Demo mit dem Sample erhalten, der Beat habe ihm gefallen, deshalb habe er es verwendet. Auf den Textteil habe er nicht weiter geachtet. Nachdem ihm die seltsame Stimmung im Publikum aufgefallen war, mixte Solomun den Track so schnell wie möglich aus seinem Set heraus.

Er habe auch den Produzenten des Original-Stücks kontaktiert und ihn gebeten, den Track nicht mehr zu veröffentlichen oder zu spielen. "Musik ist dazu da, Menschen zu verbinden, und darum ging es mir immer – nicht Ärger zu erzeugen oder Gefühle zu verletzen. Ich bin am Boden zerstört und voller Trauer, dass mir das am Samstag nicht gelungen ist", erklärte der zerknirschte DJ auf .

epp
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