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Gyro Tower in Seoul: Schock-Achterbahn geht viral – dabei ist alles nur ein Fake

Sie sieht aus wie der schlimmste Albtraum von… eigentlich jedem – die Gyro-Tower-Achterbahn in Seould, Südkorea. Wer allerdings ein bisschen näher hinsieht, stellt fest, dass diese Kettenkarrussell-Monstrosität so eigentlich gar nicht funktionieren könnte. Das liegt daran, dass das Video ein Fake ist.

Den Gyro Drop in Seoul gibt es zwar – aber so sieht er nicht aus

Den Gyro Drop in Seoul gibt es zwar – aber so sieht er nicht aus

Dass wir nicht alles glauben dürfen, was wir so sehen, ist uns hoffentlich inzwischen allen bewusst. Und doch scheint es immer wieder, als würden viele, viele Menschen Gesehenes einfach so hinnehmen, ohne es noch einmal zu hinterfragen. 

So geschehen auch wieder mit einem Video aus Südkorea. In dem kurzen Clip, der inzwischen fast 20 Millionen Mal angeklickt wurde, ist eine Achterbahn zu sehen, genauer: ein Freefall-Tower. Für alle, denen das Konzept nicht bekannt ist: Man sitzt mit dem Rücken zur Mitte in einem Kreis, der langsam an einem wahnwitzig hohen Turm hochgefahren wird. Oben angekommen, dreht man sich mit baumelnden Füßen ein paar Momente im Kreis und ahnt nichts Böses, nur um dann in einem Affenzahn runterzufallen und sich wahrscheinlich fast in die Hosen zu machen.

Das Video scheint eine ähnliche Konstruktion zu zeigen, die das ganze noch einmal völlig auf die Spitze treibt. Da fährt doch tatsächlich noch ein Extra-Teil oben raus, das den Turm noch weiter erhöht. Dann werden die Sitze einzeln fallengelassen, wodurch sich das ganze in eine Art Horror-Kettenkarrussell verwandelt. Bevor sie wieder hochgeholt und schließlich alle gemeinsam runter"gefahren" werden.

Gyro Tower in Südkorea: Zum Glück ein Fake

Und während es wirklich verrückte und hirnrissige Achterbahnkonstruktionen gibt, fragt man sich bei dieser direkt, wie das mit den Fliehkräften hinhauen soll und ob man da nicht doch eher ungebremst mit dem Sitz gegen den Turm ballern würde. Aber da das Video von relativ weit weg gefilmt ist, könnte man sich vielleicht noch einreden, dass man die Technik dahinter einfach nicht erkennen kann.

Im Internet verteilte sich das Video rasend schnell. "Das ist das Schlimmste, was ich je gesehen habe", schreiben einige User, oder "Ich habe mir nur vom Zugucken schon in die Hose gemacht." Doch wenige Tage später stellte sich heraus: Das knapp 45 Sekunden lange Video ist ein cleverer Fake. Den Turm an sich gibt es zwar und es handelt sich hierbei auch um einen recht hohen Freefall Tower, den Gyro Drop in "Lotte World" in Seoul, aber von extra ausfahrbaren Teilen oder Kettenkarrussell-Elementen ist da nichts zu sehen. Sehr ähnliche Türme kann man beispielsweise auch im Heide- oder Hansapark besuchen.

Und mal ganz abgesehen davon, dass es immer gut ist, wenn Internet-Fakes als solche entlarvt werden, sind wir auch einfach ein bisschen froh, dass diese Monstrosität nicht real in der Welt existiert. Damit wir heute Nacht ruhig schlafen können.

Megan Connolly auf der Achterbahn
jgs
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