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Werdende Eltern: Die sieben größten Mythen über Schwangerschaft: Lasst euch nicht verrückt machen

Zu wohl keinem anderen Thema existieren so viele skurrile Mythen wie zum Thema Schwangerschaft und Geburt. Gerade deshalb gilt für werdende Eltern: Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren.

Frau trägt Baby.

Mythen zum Thema Schwangerschaft gibt es wie Sand am Meer.

Getty Images

In Zeiten des Internets verbreiten sich Gerüchte und Mythen schneller als je zuvor, und gerade zum Thema Schwangerschaft gibt es besonders viele skurrile Anekdoten. Davon können werdende Eltern schon mal etwas verwirrt sein. Wir erklären dir die sieben seltsamsten Mythen zur Schwangerschaft -  und weshalb du dich von ihnen bloß nicht verunsichern lassen solltest.

Mythos #1: Legs in the Air like you just don't care!?

"Nach dem Sex die Beine in die Luft halten hilft, schwanger zu werden."

Hört sich ja erstmal gar nicht so unlogisch an. Schwerkraft und so. Von Schwerkraft zeigen sich Spermien aber ziemlich unbeeindruckt - die Natur hat das schon ganz schon geschickt eingefädelt. Spermien schwimmen immer in die richtige Richtung, egal ob du die Beine in die Luft streckst oder nicht. Die Beine nach dem Sex für 20 Minuten in die Luft zu strecken, lässt dich - surprise -  nicht schneller schwanger werden. Frau Dr. Foth, Fachärztin für endokrinologische Gynäkologie, bestätigt das; "Es gibt bis jetzt keinerlei Belege dafür, dass die Spermien irgendwelche akrobatischen Übungen nötig hätten." Das einzige, was du davon hast, die Beine nach dem Sex für 20 Minuten in die Luft zu halten, sind taube Beine.

Mythos #2: Die Sexposition bestimmt das Geschlecht deines Babies.

"Für ein Mädchen besser auf die Missionarsstellung zurückgreifen und für einen Jungen besser im Stehen Sex haben."

Es gibt keine einzige Studie, die das belegt. Auf wessen Mist dieser Mythos also gewachsen ist, werden wir wohl nie herausfinden. Das ist vermutlich auch besser so, sonst müssten wir denjenigen nämlich zu einem Idiot-Sandwich à la Gordon Ramsay machen.

Mythos #3: Kaffee gleich No-Go?

"Ein Geburtsmal ist darauf zurückzuführen, dass die Mutter in der Schwangerschaft besonders viel Kaffee getrunken hat."

Gute Nachrichten für alle Kaffee-Fans: Das ist völliger Unsinn. Natürlich solltest du darauf achten, nicht einen Liter Kaffee täglich in der Schwangerschaft zu trinken. In sehr geringen Mengen ist das aber okay. Von einer Tasse hin und wieder kriegt dein Baby weder Geburtsmale oder sonst irgendwelche Auffälligkeiten.

Mythos #4: Dein Baby wird aussehen wie dein Erzfeind.

"Dein Baby wird so aussehen wie die letzte Person, auf die du so richtig sauer warst."

Damn! Die letzte Person auf die du sauer warst, war der alte Mann heute morgen beim Bäcker? Es gibt zwar den Mythos, dass das eigene Baby der Person, auf die man als letztes vor der Geburt sehr sauer war, verblüffend ähnlich sehen wird, aber das ist eben nichts als das: ein Mythos. Du kannst also beruhigt aufatmen.

Mythos #5: Du MUSST für zwei essen!

"In der Schwangerschaft muss man doppelt so viel Kalorien zu sich nehmen wie zuvor."

Theoretisch stimmt diese Aussage schon. Du isst ja tatsächlich für zwei Personen, dich und dein Baby. Dabei darfst du aber nicht vergessen, dass dein Baby nicht den gleichen Kalorienbedarf hat wie du. In Wirklichkeit muss eine schwangere Frau gar nicht so viel mehr essen als eine Frau, die nicht schwanger ist: Es sind nur 300 Kalorien mehr, das heißt ein paar Nüsse hier und eine Banane dort, and you're good.

Mythos #6: Deine rechte Brust ist größer als die linke? Garantiert ein Junge.

"Deine Brustgrößen sagen das Geschlecht des Kindes voraus."

Ääähm, nein. Die Größe deiner Brüste lässt genauso wenig auf das Geschlecht deines Babys schließen wie deine Bauchform, der Zustand deiner Haut oder die Sachen, die du besonders gerne isst. Ein für alle Mal: Das Geschlecht deines Babies findest du beim Ultraschall heraus - oder spätestens bei der Geburt.

Mythos #7: Eine holprige Autofahrt und schon ist dein Baby da!

"Ruckelfahrten können Wehen auslösen."

Mythen, wie man dem Baby auf die Sprünge helfen kann, gibt es viele. Scharfes Essen, Spaziergänge, die Liste ist endlos. Was dein Baby aber garantiert nicht schneller auf die Welt kommen lässt, ist eine Autofahrt über einen unebenen Waldweg. Alles, was so eine Fahrt kurz vor der Geburt bewirkt, ist Stress bei der Mama. Und unter Stress bringst du die Geburt definitiv nicht schneller über die Bühne.

Es gibt seltsame Mythen im Bezug auf Schwangerschaft und Co. wie Sand am Meer. Deshalb, an alle werdenden Eltern da draußen: Lasst euch bloß nicht aus dem Konzept bringen. Stattdessen einfach auf das eigene Gefühl vertrauen und komische Mythen genau das sein lassen: Mythen. Happy Pregnancy!

fkl
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