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Einladung via Social Media: Bierbänke flogen über die Burgmauer: Party in Esslingen eskaliert

Die Idee klang super: Warum nicht einfach auf der Burg feiern? Doch eine Geburtstagsparty in Esslingen mit über 200 Jugendlichen eskalierte - und wie.

Party

Über 200 Jugendliche kamen zur Party auf der Burg. Dann wurde es ungemütlich

Wir alle kennen doch diese eine Party aus unserer Schulzeit, die irgendwie eskaliert ist. Im Nachhinein weiß keiner mehr so genau, was eigentlich passiert ist - aber schön war es nicht! So ungefähr muss es am Wochenende auch in Esslingen abgelaufen sein. Via Social Media verbreitete sich in dem Städtchen am Neckar die Nachricht, dass auf der mittelalterlichen Burg ein Geburtstag gefeiert wird. Über 200 Jugendliche folgten am Freitag dem Aufruf - und gaben offenbar alles.

Wie die Polizei meldet, riefen Anrufer bereits früh an, um sich wegen der Ruhestörung zu beschweren. Da anfangs noch alles friedlich war, ließen die Beamten jedoch die Feiernden in Ruhe. Doch je später der Abend, desto wilder die Party: Kurz vor Mitternacht machte die Polizei Schluss mit dem riesigen Geburtstagsfest.

Wer hat die Party organisiert? Die Polizei ermittelt

Da war es bereits zu Vandalismus, zu Ruhestörung, zu Anhäufung von Müll und teils gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. "Biertische sind über die Burgmauer in die Weinberge geflogen", sagte ein Polizei-Sprecher. Auch eine Schlägerei habe es gegeben. Die Polizei sucht nun den Initiator der eskalierten Geburtstagsparty - auch wegen möglicher entstandener Kosten.

Die Burg in der Neckarstadt ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Von oben schauen Besucher auf die historische Altstadt. Immer wieder gibt es dort auch Veranstaltungen - alles ganz gesittet normalerweise. Im Hochsommer ist dort beispielsweise ein Open-Air-Kino zu finden.

sst mit dpa
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?