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Virales Video: Autofahrer hupen blinden Rollstuhlfahrer an – dann zeigt ein Teenager Herz

Während einer Tornadowarnung ist Gregory Beck, ein blinder Rollstuhlfahrer aus den USA, auf dem Weg nach Hause. Statt ihm zu helfen, wird er von einigen Autofahrer laut Medienberichten angehupt und beschimpft. Doch dann zeigt ein Teenager Herz.

Als ob das Leben für Gregory Beck durch seine Blindheit nicht schon schwer genug wäre, verlor er im vergangenen Jahr auch noch seine Beine. Seitdem sitzt der US-Amerikaner aus St. Louis im Rollstuhl. Seine Einkäufe erledigt Beck dennoch selbstständig – ohne jegliche Hilfe fährt er regelmäßig vom Supermarkt zu sich nach Hause. 25 Minuten braucht er in der Regel für die Strecke. Zehnmal muss er dabei anhalten, um sich auszuruhen. 

Am vergangenen Dienstag ist der Rollstuhlfahrer gerade auf dem Rückweg, als plötzlich die Sirene ertönt: Tornado-Alarm. Eine viertel Meile (ungefähr 400 Meter) sei er zu diesem Zeitpunkt von zu Hause entfernt gewesen, erzählt er KMOV4, einem Lokalsender von CNN. "Alle haben mir immer wieder gesagt, dass der Sturm kommt und ich mich beeilen müsse, um noch rechtzeitig nach Hause zu kommen", so Beck.

USA: Mutter des Teenagers postet das Video auf Facebook

Aber anstatt dem blinden Rollstuhlfahrer zu helfen, fahren die meisten Autos an ihm vorbei. Einige Fahrer hätten sogar geschimpft und gehupt, als er eine vielbefahrene Straße auf Höhe einer Tankstelle in den Augen der Autofahrer zu langsam überquert, berichtet CNN. Doch dann hält plötzlich ein Auto an. Es ist Amber Gilleylen mit ihrem Sohn Seth. Die beiden fragen, ob Beck Hilfe brauche. Der sagt ja, woraufhin der 16-jährige Teenager sofort aussteigt – und ihn den restlichen Weg nach Hause schiebt. Seine Mutter hält den Moment mit ihrem Handy fest und lädt das Video anschließend auf Facebook hoch. Dort schreibt sie: "Er ist mein ganzer Stolz. Ich bin so glücklich, dass er ein so wundervoller Mensch ist."

So I would like to share a VERY PROUD mama moment. Today the kids and I went to the grocery store before the storm...

Gepostet von Amber Gilleylen am Dienstag, 21. Mai 2019

Für den Teenager sei es laut seiner Mutter völlig normal gewesen, dem Rollstuhlfahrer zu helfen. Als er wieder zurück ins Auto gestiegen ist, habe er sogar gesagt: "Mama, ich hasse es, dass wir in einer Welt leben, in der Leute lieber einen Rollstuhlfahrer beschimpfen, als ihm zu helfen. Wir müssen doch aufeinander aufpassen und uns gegenseitig unterstützen."

Im Netz wird der Schüler für sein Handeln gefeiert. "Du hast einen tollen Jungen erzogen", kommentiert eine Nutzerin das Video. Eine andere schreibt: "Wir brauchen mehr Leute wie euch." Für den blinden Rollstuhlfahrer Gregory Beck hat die Geschichte noch etwas Positives: Mit einer "Gofundme"-Kampagne wird nun Geld für einen elektrischen Rollstuhl gesammelt, damit er in Zukunft ohne Hilfe bei einer Sturmwarnung rechtzeitig nach Hause kommen kann.

Polizisten erschießen schwarzen Rollstuhlfahrer in den USA

Quellen: "Gofundme" / Facebook / CNN

rpw