HOME

Streit mit dem Partner: Von wegen besinnlich: Was tun, wenn es unter dem Tannenbaum kriselt?

Weihnachtszeit ist Familienzeit. Aber wenn dann alle schön unterm Christbaum sitzen, kann es besonders mit dem Partner gern mal krachen. Der richtige Zeitpunkt für einen Beziehungsstreit ist das natürlich nicht. Aber wie beendet man eine solche Auseinandersetzung möglichst schnell?

Partnerschaft: 4 untrügliche Zeichen, dass deine Beziehung sich dem Ende nähert

Wer träumt nicht von einer besinnlichen und friedvollen Weihnachtszeit? Schön mit den Liebsten und einem kleinen Food-Baby unter dem Tannenbaum sitzen und bräsig am Glühwein nippen. Herrlich! Die Realität sieht allerdings oft anders aus: Stress hoch zehn bei den Vorbereitungen, nur die Hälfte der To-Do-List ist geschafft, als i-Tüpfelchen fängt der Partner scheinbar grundlos an zu meckern – und schon ist der Feiertagsstreit perfekt. Wie kommt man da am besten wieder raus?

"Wenn es sich um kleine Differenzen handelt, könnte man einen Waffenstillstand vereinbaren, etwa unter dem Motto 'Pass mal auf, können wir nicht versuchen, das Thema zu vertagen?'", empfiehlt der Familientherapeut Björn Enno Hermans aus Essen. Seiner Ansicht nach funktioniert das allerdings nur bei Themen, die schon seit längerem immer wieder Streitpunkte in einer Beziehung sind – und somit keine sofortige Lösung brauchen.

Wenn die Hütte richtig brennt und es akut wird, weil die ganze Beziehung auf dem Spiel steht, wird es hingegen schwierig. Wenn ein Partner droht Schluss zu machen, sollte man versuchen, die Situation erstmal zu verlassen. "Man könnte sich zunächst darauf verständigen, wo und wann man sich als Paar nochmals in Ruhe ausspricht. Denn es ist nie gut, solche weitreichenden Entscheidungen in der höchstmöglichen emotionalen Verfassung zu treffen", erklärt Hermans.

Es sollte vermieden werden, den Beziehungsstreit vor der Familie auszutragen!

Wer in einer solchen Situation ist, sollte also ruhig bleiben sowie dem oder der Anderen sagen, dass er die Auseinandersetzung an dieser Stelle beendet und es für richtig hält, wenn sich erstmal jeder sortiert – und eventuell auch mit anderen Menschen darüber redet. Generell sollten Streithähne vermeiden, ihren Zwist vor großem Publikum auszutragen – und schon gar nicht vor Kindern, rät Hermans.

Aber was tun, wenn die ganze Verwandtschaft unter dem Tannenbaum versammelt sitzt? In jedem Fall brauche man sich nicht zu verstellen und eine heile Paarbeziehung vorzuspielen, sagt der Experte: "Wenn es sich um eine tiefe Beziehungskrise handelt, bekommen es die Angehörigen ohnehin mit oder sind daran beteiligt. Dann ist es auch schon egal, ob es Weihnachten ist oder irgendein anderer Tag."

Und im Zweifel kann ein bisschen Lebkuchen auch schon viele erhitzte Gemüter besänftigen.

Penny Weihnachtswerbung: Eine alleinerziehende Mutter erfüllt den Herzenswunsch ihres Sohnes
jgs / dpa