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Gefährdete Bärenart: Studie zeigt: Pandas brauchen Liebesgeflüster, um in Stimmung zu kommen

Pandas sind notorisch faule Tiere, die lieber fressen, als sich zu paaren. Das ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Doch nun fand man heraus, dass sie zudem nicht einfach direkt mit einem Partner in die Kiste springen. Nein, nein – vorher gibt's was auf die flauschigen Ohren!

Panda in einem Baum

Ob er wohl ready for action ist? 

Unsplash

Dass Pandas nicht unbedingt die ralligsten Bewohner der Tierwelt sind, wissen wir spätestens, seit das "Panda Breeding and Research Centre" in Chengdu, China 2010 mit der Tatsache an die Öffentlichkeit ging, dass sie ihren Panda-Männchen Pornos zeigen, um sie in Stimmung zu bringen, da diese häufig lieber essen als sich zu paaren. 

"Wenn ein Panda-Mann die Persönlichkeit des Weibchens nicht mag, so wird das mit der Paarung nichts und andersrum genau so." Das würde es so schwierig machen, Pandas in Gefangenschaft zur Paarung zu bringen. Deshalb die Pornos. Man sei sicher, dass "die Geräusche der Videos den Panda stimulieren und das sexuelle Interesse der Männchen steigern", sagte Zhang Zhihe, Leiter des Zentrums, damals in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender "abc".

Wie verständigen sich Pandas in der Paarungszeit?

Und mit genau diesen Geräuschen beschäftigt sich nun eine neue Studie, die vor wenigen Tagen auf der Internetseite der "Royal Society Open Science" veröffentlicht wurde. Forscher aus China und den USA beschäftigten sich über zwei Jahre intensiv mit dem Paarungsverhalten der Bären, um Pfleger optimal schulen zu können, da der Riesenpanda auch wegen der geringen Fortpflanzungsrate als gefährdete Art gilt.

Hierfür habe man 23 erwachsene Riesenpandas während der Paarungszeit beobachtet, die gemeinsam mit einem potentiellen Partner des anderen Geschlechts in einem Gehege sich selbst überlassen wurden. Man habe herausfinden wollen, wie "Riesenpandas in Gefangenschaft vokale Laute nutzen, um sich als eigentlich recht asoziale und auf Erhaltung angewiesene Spezies während des Paarungsaktes zu verständigen", heißt es in der Studie. Kurz gesagt: Wie informiert ein Panda den anderen darüber, dass er trotz notorischer Lethargie Lust auf ein bisschen Action hat?

Das Liebesgeflüster der Bären

"Unsere Ergebnisse zeigten, dass die Geräusche und die kleinen Variationen darin voraussagen können, ob ein Aufeinandertreffen zu Kopulation führen wird – oder nicht." Außerdem gebe es Unterschiede zwischen den Geräuschen vor und während des Aktes. Das würde beweisen, dass klare Kommunikation und Übereinstimmung zwischen den Bären von äußerster Wichtigkeit für den Akt sei und könne Naturschützern helfen, einzuschätzen, wie vielversprechend die Vermittlung zweier Tiere sei. Das sei besonders wichtig, da die Paarungszeit der Tiere nur wenige Monate im Jahr anhält.

In einem Satz: Pandas müssen ihren Sexualpartner nett finden, schlafen nicht mit jedem und sülzen sich erstmal ordentlich gegenseitig die Ohren voll, bis es tatsächlich zum Akt kommt. Und jetzt alle: Aaawwwww!!!!.

 

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jgs
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