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Viele Gründe für Sex: "Mit wem ich nett plaudern kann, mit dem kann ich auch potenziell schlafen"

Für guten Sex braucht es keine Liebe, findet unsere Community-Autorin. Sie spricht sich dafür aus, Liebe, Sex und Partnerschaft nicht immer in einen Topf zu werfen. Geschlechtsverkehr sei schließlich Kommunikation - nur eben auf körperlicher Ebene.

Von NEON-Community-Mitglied Amanda Lears

Ein Pärchen liegt im Bett und hat Sex

"Es gibt so viele Gründe mit einem Menschen Sex zu haben, wie Sand am Meer", findet unsere Community-Autorin.

Getty Images

Es gibt so viele Gründe mit einem Menschen Sex zu haben, wie Sand am Meer. Das romantische Ideal sagt uns, es gäbe nur einen richtigen Grund, und zwar den aus "Liebe" - mit anschließender Partnerschaft, bestenfalls natürlich fürs Leben. Dann ist Sex moralisch richtig. Wenn noch Kinder dabei entstehen, ist man drin im klassischen Bild der heiligen Familie, wie sie die Kirche gern propagiert. Wenn oben genannte Faktoren zusammentreffen, dann ist der Sex moralisch zu rechtfertigen. Erst dann ist er ok, weil "Die sind ja dann zusammen" oder so.

Sex kann - und das ist jetzt wirklich meine Meinung - emotional so unaufgeregte Konsequenzen nach sich ziehen wie Kaffeetrinken oder Eisessen mit einem guten Bekannten. Meine These ist: Mit wem ich nett über fünf Minuten plaudern kann, mit dem kann ich auch potenziell schlafen. Na gut, zugegeben, das stimmt nicht exakt immer, weil ich es ja natürlich auch wollen müsste, aber gehen tut es ohne Frage. Ganz ohne emotionale Verwicklung oder Chaos hinterher. Es kommt dabei entscheidend auf die Kompetenzen der Beteiligten an. So kann der Sex dieselben emotionalen Tiefen zur Konsequenz haben, wie der nette Plausch beim Bäcker. Was ich mit emotionalen Tiefen meine, ist die Art und der Grad der Bindung, die dabei entstehen. Alles wird ungesehen in einen Topf geworfen, denn die drei Begriffe Partnerschaft, Bindung und Verbindung müssen unterschieden werden.

"Sex ist nicht gleich Liebe"

Sex ist nicht gleich Liebe. Liebe ist nicht gleich Partnerschaft. Genauso wenig wie Sex gleich Partnerschaft ist. Aber alle drei tragen das moralische Siegel unserer Kultur und sollten alle gleichzeitig auftreten. Wenn nicht, ist das moralisch verwerflich und wird abgewertet.

Meiner Meinung nach steht der Sex völlig isoliert von allem. Er löst Emotionen und Gefühle aus, die aber nicht zu einer Bindung werden müssen - nicht zu verwechseln mit einer Verbindung. Eine Verbindung habe ich aber auch schon, wenn ich Blickkontakt aufnehme oder mit einer Person einen Raum teile. Eine Bindung ist ein emotionales Band. Eine Verbindung ist nichts emotional sehr Tiefes. Es verhält sich kaum anders als mit netten Bekannten. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich schnell mal mit mehreren Menschen zu schlafen und das zu erkennen.

Worüber auch häufig eine Abwertung stattfindet: Es sei alles nicht echt oder wirklich genug. Es reicht nicht, dass zwei Menschen für einen Moment in der Gegenwart Spaß aneinander haben, um der Moral zu entkommen. Müssen wir tiefe Liebe, zumindest Verliebtheit, Kind, Haus und Sonnenuntergang hinten dran setzen? Ich übertreibe etwas, ich hoffe man merkt das. Das ist aber durchaus gewollt, um aufzuzeigen, wie absurd das alles ist.

Sex geschieht nämlich in der Gegenwart. Es findet nur im tatsächlichen SEIN statt. Partnerschaft und Bindung sind ein auf Zeit ausgerichtetes Konstrukt. Da steckt was anderes dahinter, wenn ich mich binde. Wenn ich mich binde, tue ich das in Bezug auf die Zukunft. Ich will mein Gegenüber an mich binden für einen gewissen Zeitrahmen, den ich nicht überblicken kann.

Es gibt auch ganz nüchterne Gründe für Sex

Der pure Sex an sich betrifft den ältesten Teil im Gehirn. Das "Reptilien-Gehirn" oder auch Stammhirn. Hier laufen automatische Reflexe, Flucht- und Kampfmodus, Abneigung und Zuneigung auf archaischer Stufe ab. Das ist sehr rudimentär und unaufgeregt. Wenn man mal auf einer Sex-Party neben einem vögelnden Pärchen steht, versteht man das. Dann merkt man, dass es wirklich und tatsächlich "nur" Sex ist und nicht mehr. Daher können die Gründe für Sex ebenso unaufgeregt und fern von aller Bindung und Partnerschaft sein und einige sind erschreckend nüchtern: Sympathie, Geilheit, Lust, Anziehung, Interesse, Langeweile, Abscheu, Zeitvertreib, Kommunikation usw.

Sex ist Kommunikation auf körperlicher Ebene. Ursprünglich wurde er von unseren nächsten Verwandten, den Bonobos, auch aus diesem Grund betrieben. Zur Kommunikation und zum sozialen Erhalt der Gruppe. Sex kann hier als friedliche Art der Sublimierung von Aggression funktionieren. Mein Liebster sagte mir letztens "Männer sind niemals so friedlich wie beim Gruppensex. Die helfen sich, sind kooperativ, halten mal hier oder springen mal wo ein." Das glaube ich ihm sofort.

Sex mit unterschiedlichen emotionalen Qualitäten und Tiefen

Sex ohne Emotionen geht nicht. Aber Sex mit unterschiedlichen emotionalen Qualitäten und Tiefen, die nicht als Konsequenz Paarbindung oder Partnerschaft haben, schon. Das ist sogar ziemlich häufig der Fall. Mitnichten will eine sexuell aktive Frau jeden Typen, mit dem sie Sex hat, zum Partner haben. Ein Lebenspartner muss ganz andere Qualitäten haben als ein Sexgespiele. Da geht es um was anderes. Die Lebenspartnerschaft hat einen anderen Zweck als die Affäre. Erstens: weil man viel besser Sex mit einem Mann hat, mit dem frau nicht zusammen lebt, (ist echt so – auch wenn alle das für gestört halten, es ist ziemlich normal). Und zweitens genügen klassische Sexpartner oder Affären den Anforderungen des Alltags einfach nicht. Nur weil man im Bett gut ist, heißt das noch lange nicht, dass man auch sonst ein Traumteam ist. 

Sex geht also nicht emotional gleich tief oder auf dieselbe emotionale Ebene der Verliebtheit oder des Bindungswunsches. Manchmal trifft das zusammen. Das tatsächliche Zustandekommen einer Beziehung hängt aber tatsächlich von weitaus mehr Faktoren ab als Sex. Das merken Paare spätestens dann, wenn der Sex nachlässt. Sie kriegen häufig Panik, weil sie glauben, die Liebe sei weg - was wieder für diese elendige Verwechslung spricht.

"Sex, Liebe und Partnerschaft stehen völlig isoliert voneinander"

Für eine Beziehung - und damit Bindung - sind viel mehr emotionale Nähe, Vertrautheit, Intimität, Verständnis und Einfühlung verantwortlich als Sex. Der Sex kann sein Scherflein dazu beitragen, aber er ist nicht das Zünglein an der Waage.

Noch einmal: Sex, Liebe und Partnerschaft stehen völlig isoliert voneinander. Sie können alle gemeinsam auftreten, müssen sie aber nicht. Viele Paare, die zusammen sind, lieben sich nicht. Viele Paare, die zusammen sind, wohnen nicht gemeinsam. Viele Menschen, die Sex miteinander haben, sind kein Paar. Den Sex "zu können" bedeutet, genau das ganz klar zu wissen. Das ist alles andere als romantisch oder lieblich. Aber darum geht es ja auch beim Sex nicht. Nicht wahr?

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Themen in diesem Artikel
Würde diese Theorie Funktionieren ( Die Entstehung eines Universums aus einem schwarzen Loch )?
(Der Anfang der Theorie von mir ist unter dem Text der der nachvollzieungs hilfe mit einem 🙃 gekennzeichnet). Ich bin ein recht analysierendender und über mehrere Richtungen hinterfragender Menschen. Eine Theorie die mir in den sin Kamm aber die ich aus eigenemen Ermessensen erst zu grob und simple Fand aber Recht gut mit gängigenen Theorienen Einhergeht wie die (finde ich zu Erprobt stopende) Urknall Theorie, deren Ausbau wo sie durch ein höher dimensiodimensionales Schwarzes Loch aus ging und auch etwas von der multiversums Theorie. 🙃 Meine (mir imer noch zu vorkommende) Theorie geht davon das Der Urknall eine Explosion im und nicht des raumes ist, das ein extrem massereiches Schwarzes Loch das aufgrund des von mangelndem Nachschub Explodierte und durch diese kinetische Energie wie in der Urknall Theorie den Inhalt freisete. aber die Expansion des universums nicht die Ausbreitung des Raumes ist sondern viel ehr eine Zerstreuung Des Inhaltes in einem Raum stattfindet, vergleichbarear mit anderen Explosionen die Inhalt freizusetzenen. PS. ist zwar recht grob für meine persönlichpersönlichen Verhältnisse- (mache meist komplexere, effizientere und schlusvolgerungs fähigere Theorien und ist mir selber etwas schwammig ist eine meinens erachtens funktionell ergänzung zum Thema Uhrknall ) -und und verändertrt im grunde nur etwas den Blickwinkel gängiger Theorien aber in einen effektivenen und nachvollziehbaren weg. Diese Theorie ist Vorwiegend mit sipelerer hrangehensweise aufgebaut als meine anderen und dementsprechend mir etwas Unwohl sie zu veröffentlichen aber im Grunde eine meiner Meinung legitime logische Ergänzung. Was meint ihr?
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?