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"The Journal of Sex Research": Studie enthüllt, wie unterschiedlich Männer und Frauen ihre Sexpartner zählen

Forscher konnten sich lange nicht erklären, warum die Zahlen der Sexualpartner bei Männern und Frauen so stark voneinander abweichen, wenn man sie danach befragt. Nun enthüllt eine Studie: Männer schätzen eher, Frauen zählen genau.

Studie: Männer schätzen ihre Sexualpartner eher

Eine neue Studie enthüllt, dass Männer die Zahl ihrer Sexualpartner eher schätzen, während Frauen genau nachzählen

Getty Images

Na, mit vielen Menschen hattet ihr in eurem Leben bisher Sex? Während einige ihre Sexualpartner an einer Hand (oder sogar einem Finger) abzählen können, sind es bei anderen so viele, dass sie akkurat Buch darüber führen. Und manchen ist es einfach schnuppe – schließlich sollte die Anzahl ja auch vollkommen egal sein. 

Trotzdem sind die Ergebnisse einer Studie zu dem Thema durchaus interessant: Männer schätzen die Zahl ihrer bisherigen Sexpartner nämlich eher, während Frauen genauer nachzählen. Durchgeführt hatte die Studie ein Forscher-Team der Universität Glasgow, die die Ergebnisse nun im Fachblatt "The Journal of Sex Research" veröffentlicht haben. Diese Erkenntnis würde außerdem erklären, warum bei entsprechenden Befragungen nach der Zahl der Sexualpartner immer wieder auffällige Unterschiede in den Angaben von Männern und Frauen festgestellt werden. Statistich konnten diese bisher kaum erklärt werden. Offenbar verschätzen sich einige Herrschaften gerne mal ...

Sexualpartner-Befragungen ungenau, weil Männer nur schätzen

Der aktuellen Befragung zufolge hatten die Männer im Schnitt Sex mit 14 Partnerinnen, während Frauen mit durchschnittlich sieben Männern geschlafen hatten. Die Unterschiede erklärten sich unter anderem durch "Ausreißer", die besonders viele Sexpartner hatten und den Durchschnitt verzerrten. Zudem spielte es eine Rolle, wie die Befragten die angegebenen Zahlen ermittelt hatten: Männer schätzten die Zahl ihr Partnerinnen dabei häufiger als Frauen.

Als Grundlage für seine Untersuchung nutzte das Team um die Sexualforscherin Kirstin Mitchell Daten des dritten britischen "National Survey of Sexual Attitudes and Lifestyles", kurz "Natsal-3". Im Rahmen dieser Studie werden ungefähr alle zehn Jahre mehrere tausend Briten in persönlichen Interviews zu ihrem Sexualverhalten befragt. An "Natsal-3" nahmen 15.162 Frauen und Männer zwischen 16 und 74 Jahren teil. Eine Bevölkerungsstudie zum Sexualverhalten in diesem Ausmaß gibt es in Deutschland (leider) nicht.

Eine junge Frau mit halblangen rotblonden Haaren lächelt. Sie trägt einen schwarzen Push-Up-BH
def mit DPA
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