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Fixierung auf den Partner: Emotionale Abhängigkeit: Wie man sie erkennt – und wie man sie auflöst

Wer sich in der Liebe ausschließlich über die Zuneigung des Partners definiert, könnte an emotionaler Abhängigkeit leiden. Aber wie findet man heraus, ob man wirklich betroffen ist – und was lässt sich dagegen unternehmen?

Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit – ein Begriff, der schnell verwendet wird, um ein Ungleichgewicht in der Beziehung zu bezeichnen. Aber was bedeutet er eigentlich wirklich? Fakt ist, dass emotionale Abhängigkeit bis zu einem gewissen Punkt als "normal" bezeichnet werden kann (sonst würde die Partnerschaft keine besondere Bedeutung haben), allerdings in größerem Ausmaß eine Beziehung schwer belasten kann und eine zu ernste Angelegenheit ist, um den Ausdruck leichtfertig zu verwenden.

Denn bei der emotionalen Abhängigkeit handelt es sich per Definition um die einseitige, übertriebene Abhängigkeit von einem anderen Menschen, die sich in großer Angst vor dem Verlassenwerden und der Vernachlässigung der eigenen Interessen bis hin zur völligen Selbstaufgabe äußert.

Emotionale Abhängigkeit: Angst und Sorge

Dabei gibt es deutliche Anzeichen, die auf das Vorliegen einer emotionalen Abhängigkeit hinweisen – als gängig gilt zum Beispiel das Gefühl, dem Partner niemals genügen zu können. Die Probleme des emotional Abhängigen, seine Ängste und seine Sorgen, treten dabei völlig in den Hintergrund, aus Angst, dem Partner zur Last zu fallen.

Denn bei der emotionalen Abhängigkeit dreht sich für den Betroffenen alles darum, dem Partner zu gefallen. Es käme ihm kaum in den Sinn, dem Partner zu widersprechen – was zu Beginn einer Beziehung womöglich romantisch anmutet, auf Dauer aber keine gute Basis bedeuten kann.

Wer emotional abhängig ist, kann zudem kaum Spaß ohne den Partner empfinden – getrennte Unternehmungen werden deshalb zunehmend unwahrscheinlicher – und will zu jeder Zeit das Gefühl der Kontrolle über die Beziehung haben: Dazu gehört sowohl die ständige positive Rückmeldung des Partners als auch Information darüber, was der Partner gerade macht und wo er sich befindet, sobald er nicht in der Nähe ist.

Wer das Gefühl hat, sich in einer emotionalen Abhängigkeit zu befinden, der sollte definitiv den Versuch unternehmen, sich die Ursachen dieser Situation bewusst zu machen – diese könnten sowohl in Erfahrungen aus der persönlichen Vergangenheit (z. B. in der Kindheit) als auch im konkreten Verhalten des Partners liegen.

Zeit ohne den Partner nehmen

Wichtig ist zudem, sich bewusst Zeit ohne den Partner zu nehmen, sowohl in Form von Hobbies oder Unternehmungen mit Freunden, als auch im Versuch, zwischendurch bewusst alleine zu sein. Außerdem gilt es, sich möglichen Ängsten in Bezug auf die Partnerschaft zu stellen (z. B. Eifersucht) und darüber die Kommunikation mit dem Partner zu suchen.

So beugt der Betroffene auch dem nicht unwahrscheinlichen Risiko vor, dass der Partner irgendwann mit Unverständnis oder Verärgerung auf das Verhalten des emotional Abhängigen reagiert. Wer sich jedoch zu keinem dieser Schritte überwinden kann und dennoch in Sorge um seine Beziehung lebt, sollte womöglich über professionelle Hilfe in Form einer Therapie nachdenken.

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