HOME

Erwachsen mit 18?: Hirnforscher: Es gibt kein Alter, ab dem wir "erwachsen" sind – wenn überhaupt, dann erst ab 30

Ab 18 gelten wir als "erwachsen" – aber das Gehirn ist zu diesem Zeitpunkt gar nicht final ausgereift. Hirnforscher gehen davon aus, dass es über drei Jahrzehnte dauern kann, bis ein Mensch das Stadium des Erwachsenseins erreicht. 

Jubelnde Menschen

Der Mensch wird nicht automatisch ab einem gewissen Alter erwachsen. Erwachsen zu werden kann dauern, und zwar, bis man in seinen 30ern ist

Getty Images

In vielen Ländern erreicht man das Erwachsenenalter mit dem 18. Geburtstag. Danach werden wir von der Gesellschaft als mündige Menschen anerkannt, dürfen wählen, Geschäfte abwickeln und selbstbestimmt leben, ohne Erziehungsberechtigten. Aber erwachsen bedeutet natürlich nicht gleich erwachsen. Mit dem Auszug aus dem Elternhaus, dem ersten Job oder sogar dem ersten Kind kommt das "Erwachsensein" nicht automatisch. Es ist vielmehr ein Prozess, der bei manchen länger dauert und bei anderen schneller vollzogen wird. So kann es sein, dass wir in den 20ern noch jede Menge Flausen im Kopf haben und womöglich auch noch gar nicht so richtig in unserem Leben zurecht kommen.

Menschen sind nicht erwachsen, bevor sie in ihren 30ern sind

Dass das vollkommen normal und in Ordnung ist, bestätigen nun Hirnforscher. Die These: Menschen sind nicht gänzlich erwachsen, bevor sie in ihren 30ern sind. Den Forschern zufolge sieht sich das Gehirn mit 18 noch massiven Veränderungen ausgesetzt. Diese Veränderungen könnten unter anderem das Verhalten beeinflussen und mitverantwortlich dafür sein, eine psychische Erkrankung zu entwickeln. In den 20ern sei man demnach anfälliger für psychische Störungen als in den 30ern.

Die BBC zitiert einen Professor der Cambridge Universität, Peter Jones, der in London über die Forschungsergebnisse sprach: "Was wir eigentlich sagen wollen, ist, dass es absurd ist, eine feste Definition davon zu haben, ab wann man von der Kindheit in das Erwachsenenalter kommt." Bei dieser Entwicklung handle es sich viel mehr um einen differenzierten Übergang, der sich über bis zu drei Jahrzehnte ziehen kann. Es gebe keine Kindheit und kein Erwachsensein: "Menschen sind auf einem Weg, auf einer Flugbahn."

"Erwachsen" in der Gesellschaft, aber nicht erwachsen im Leben

Warum also spricht man bei 18-Jährigen von "Erwachsenen", wenn es bis zu 30 Jahren dauern kann, bis das Gehirn ausgereift ist? Natürlich braucht die Gesellschaft einordnende Kategorien. Dabei ginge es laut Jones vor allem um das Bildungssystem, das Gesundheitssystem und die Justiz. Trotzdem sei es wichtig, immer von Individuum zu Individuum zu unterscheiden. Jones geht zum Beispiel davon aus, dass erfahrene Richter in der Rechtssprechung unterscheiden, ob die Straftat von einer 19-jährigen Person oder von einer Person in ihren 30ern verübt worden sei. 

Also, Menschen in euren 20ern: Macht euch nicht verrückt. Euer Gehirn sorgt ab der magischen 30 dafür, dass ihr euch erwachsener fühlt. Und selbst danach ist es völlig in Ordnung, noch über schlechte Wortwitze oder Katzenvideos zu lachen.

Quellen: BBC, Daily Mail

Wissenschaft schnell erklärt: Was löst Koks in unserem Gehirn aus?
she
Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(