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Magazin: NEON #07/2016

Du wirst vermutlich nie so reich sein wie deine Eltern, aber hoffentlich sprichst du mehr über Geld als Mama und Papa.

FÜR IMMER UND JETZT: Warum Heiraten nichts Altmodisches ist und auch 2016 ziemlich gut aussehen kann.

Die neue NEON - ab Montag überall im Handel erhältlich

EDITORIAL von Lars Weisbrod, Autor

Als ich neulich müde über meiner Steuererklärung hing, ist mir etwas aufgefallen: Als klassisches Arbeiterkind fehlten mir zwar ein paar Privilegien im Leben, aber ich hatte einen Vorteil – ich konnte noch so richtig aufsteigen, im alten ökonomischen Sinn. Ich verdiene jetzt, am Anfang der Karriere, schon mehr als meine Mutter am Ende ihres Berufslebens. Und das, obwohl von Karriere eigentlich nicht die Rede sein kann; nicht einmal zum Bauingenieur oder Investmentbanker habe ich es gebracht. Und trotzdem bin ich etwas Besonderes (endlich einmal!). Viele meiner Freunde kennen dieses Aufstiegsgefühl nämlich gar nicht mehr. Sie haben plötzlich weniger Geld als ihre wohlhabenden Eltern, die immer noch für die WG-Miete bürgen müssen. Woran das liegt und warum es so gefährlich ist, wenn uns der Traum vom Aufstieg gestohlen wird – damit haben wir uns in der aktuellen Titelgeschichte beschäftigt.

Eine bisher zu wenig diskutierte Folge dieser Entwicklung: Weil wir, auch aus Geldmangel, oft auf ein eigenes Auto verzichten, stirbt eine alte Tradition – Sex im Auto. Was uns damit verloren geht, erklärt NEON-Redakteurin Nora Reinhardt.

SCHWENKE PROBIERT: Noch ein Bier? Thanks, but no thanks! Ein Tag in einer 24-Stunden-Kneipe.

EDITORIAL von Jurek Skrobala, Redakteur

Letztens, beim Bier auf der Terrasse, stellte mir mein bester Freund eine einfache Frage: Wie viel verdienst du eigentlich? Ich stockte: Will ich ihm das wirklich sagen? Was, wenn er weniger verdient, und sich plötzlich ein Dritter, ein ungebetener Gast – der Neid –, zu uns auf die Terrasse setzt? Misst sich unsere Freundschaft nicht an ganz anderen Werten als an den Zahlen, die monatlich auf der Gehaltsabrechnung stehen? Es fiel mir nicht leicht, auf diese nur vordergründig einfache Frage zu antworten.
Wie mir geht es sehr vielen von uns. Wir sprechen nur ungern über Geld. Das haben wir nicht erfunden, das ist in Deutschland schon längst Tradition. Für unsere Titelgeschichte haben fünf junge Menschen dieses Tabu gebrochen. Denn: gerade unserer Generation kann das Gespräch über Geld helfen; um voneinander zu lernen. So wie es für meinen besten Freund und mich normal ist, darüber zu sprechen, mit welcher Strategie man es dann doch geschafft hat, über die alte Flamme hinwegzukommen.

Letztes gelingt übrigens nicht jedem, wie man an Marco Maurers Reportage über 23 Jahre Liebeskummer sieht.

DAS HAT MEIN SEXLEBEN GERETTET: Ina hatte nur Spaß im Bett, wenn sie sich in eine Rolle flüchten konnte.

Viel Spaß beim Lesen!

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.