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Stimmt das wirklich?: Das sind die zehn größten Mythen zum Thema Haare

Manche Mythen über Haare krallen sich über Jahre hartnäckig in den Köpfen der Leute fest. Wir helfen bei der Aufklärung.

Von Refinery29-Autorin Lisa Trautmann

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Es gibt vermutlich wenig an unserem Körper, worum sich so viele Mythen drehen, wie um unsere Haare. Wir klären darüber auf, was stimmt und was Quatsch ist.

Mythos 1 – Man sollte seine Pflegeprodukte regelmäßig wechseln

Stimmt. Deine Haare sind ein wenig wie ein Junkie. Sobald Du sie an ein Mittelchen gewöhnt hast, musst du die Dosis theoretisch immer weiter erhöhen, damit der Effekt erhalten bleibt. Das heißt beispielsweise für Shampoo, dass, je länger Du es verwendest, umso geringer fällt nach einer Weile die Pflegewirkung aus. Umgehen kannst Du dieses Problem, indem Du einfach einige Male ein anderes Shampoo verwendest, bevor du wieder zu Deinem Stammprodukt zurückkehrst.

Mythos 2 – Kuren wirken besser, wenn man sie länger einwirken lässt

Stimmt nicht. Viel hilft nicht immer viel. Manchmal sogar im Gegenteil. Bei Kuren verhält es sich so, dass Deine Haare nach einer gewissen Zeit schlicht nicht in der Lage sind, noch weitere Pflegestoffe aufzunehmen. Du könntest Deine Kur also etwa drei Minuten einwirken lassen oder auch drei Stunden. Der Effekt bleibt gleich.

Mythos 3 – Spliss kann man wieder gesund pflegen

Stimmt nicht. Bei Spliss hilft nur eines, nämlich die Schere. Kein Mittel der Welt kann die zerstörte Haarstruktur wieder reparieren. Dafür ist unser stetig nachwachsendes Haar auch nicht ausgelegt. Also lieber von vornherein gut pflegen und bei sehr trockenem und splissanfälligem Haar nach jeder Wäsche einige Tropfen Argan-, oder Kokosöl in die Spitzen geben.

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Mythos 4 – Stress kann Haarausfall begünstigen

Stimmt. Traurig aber wahr. Wenn wir Stress ausgesetzt sind, leidet nicht nur unsere Psyche sondern auch unsere Optik. Dabei ist es unerheblich, wie gravierend der Stress ist, denn jeder Mensch empfindet hier anders und reagiert entsprechend körperlich. Manche können fünf Klausuren in der Uni schreiben und danach noch einen Marathon laufen, bevor sie gestresst sind. Andere überfordert manchmal schon der Gang zum Kühlschrank. So ist das eben. Finde Deine Mitte und versuche sie, so gut es geht, zu halten.

Mythos 5 – Blonde Haare wachsen langsamer als braune

Stimmt nicht. Die Bausteine für unseren Körper wurden ab dem Moment festgelegt, ab dem wir gezeugt wurden. Unser genetischer Code beinhaltet auch, wie schnell unsere Haare wachsen. Da ist es egal, ob sie blond, rot, braun oder schwarz sind. Allerdings sind blonde Haare oft dünner als braune, weshalb sie schneller abbrechen. Da kann man schon mal das Gefühl bekommen, dass es ab einer gewissen Länge nicht mehr vorwärts geht.

Mythos 6 – Häufiges Haarewaschen macht die Haare fettig

Stimmt nur zu Hälfte. Es hängt in diesem Fall von Deiner Kopfhaut ab, wie schnell Deine Haare nachfetten. Ich zum Beispiel habe eine entspannte Kopfhaut, weshalb ich meine Haare ohne Probleme jeden Morgen waschen kann. Bei anderen reagiert die Kopfhaut auf Shampoos intensiver und stellt sich der Reinigung mit übermäßiger Fettproduktion entgegen. Auch der Lebenstil spielt eine Rolle. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift einfach zu milden Shampoos mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Mythos 7 – Haare wachsen schneller, wenn man regelmäßig Spitzen schneidet

Stimmt nicht. Haare bestehen aus leblosem Horn, beziehungsweise Keratin. Wenn man allerdings an das Thema Spliss denkt, könnte man sagen, dass Deine Haare natürlich länger werden, wenn man die kaputten Spitzen regelmäßig abschneidet, da sich der Spliss sonst immer weiter nach oben arbeitet.

Mythos 8 – Zu feste Zöpfe schaden dem Haar

Stimmt. Unsere Haare sind mit ihren Wurzeln zwar gut auf unserem Kopf verankert. Doch Haargummis waren von der Natur sicher nicht vorgesehen. Und wer durch sehr strenge Zöpfe seine Haarwurzeln quält, muss sich nicht wundern, wenn diese mit der Zeit nachgeben. Die Haarfollikel können absterben und im schlimmsten Fall kann der Haarkranz eine Wanderung nach hinten antreten.

Mythos 9 – Nasse Haare soll man nicht bürsten, sondern lediglich kämmen

Stimmt. Zumindest bei den meisten Haaren. Unter der Dusche und in der Wanne saugen sich Deine Haare mit Wasser voll, was dazu führt, dass sich die Haarstruktur öffnet. Dann sind Haare zerbrechlicher und können leichter an der Bürste hängen bleiben und ausreißen. Daher lieber zu einem groben Kamm greifen und die Bürste erst benutzen, wenn die Haare getrocknet sind.

Mythos 10 – 100 Bürstenstriche am Tag machen das Haar gesund und glänzend

Stimmt zur Hälfte. Gerade bei langem Haar unterstützt man so die Verteilung des natürlichen Fettes bis in die Längen und löst Knötchen und Verfilzungen. Dass es aber ausgerechnet 100 Bürstenstriche sein müssen, ist jedoch falsch. Einmal ordentlich durchbürsten tut es auch.

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