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Aktuelle Ausgabe: NEON #02/2017

Reisen mit Rassisten - unser Reporter verreiste mit Lesern von Deutschlands einflussreichster rechter Website | Big Brother, Big Data - Wahlergebnisse werden neuerdings auch von sozialen Netzwerken bestimmt | #EsGehtUmUns - erste Antworten | Ich zähl' bis 100 - Lotta hat mit 82 Menschen geschlafen. Ihr Ziel: 100 Sexpartner. Was macht das mit ihr?

EDITORIAL von Marco Maurer, Redakteur

Wer sind diese Menschen, die nach rechts rücken wollen? Was ­haben sie vor im Jahr 2017? Um das zu erfahren, habe ich undercover recherchiert.


Ausgerechnet Israel. Normalerweise versuchen wir Deutschen ja, dort so wenig deutsch wie möglich aufzutreten. Ich aber war mit einer besonderen Reisegruppe unterwegs: den Lesern eines rechten Blogs. In Museen konfrontierten sie die israelischen Guides mit Rassentheorien, auf Spaziergängen fantasierten sie davon, Moscheen in die Luft zu sprengen, und ein Schießtraining mit dem israelischen nutzten sie, um sich auf den Kampf gegen Zuwanderer in Deutschland vorzubereiten – Zuwanderer, die sie „Invasoren“ nennen.
Ein Wahnsinn.
Das einflussreichste rechte Blog Deutschlands, „Politically Incorrect (PI)“, bot eine Leserreise an. Ich schleuste mich undercover ein, sieben Tage lang.

Dafür musste ich mich verändern: Haare und Bart ab, Brille auf, zur Tarnung habe ich mich sogar überwunden, Marken zu tragen, die bei Rechten beliebt sind. Warum? Weil selten ein neues Jahr so sehr vom vergangenen geprägt war wie 2017 – Trump, Brexit, AfD, Pegida. Gerade vor der Bundestagswahl im September fragen wir uns, was das für Menschen sind. Wie ticken sie? Sind sie nur besorgt oder doch rassistisch, Rechtspopulisten oder gar Nazis? Wollen wir ihnen nä­herkommen, etwa auf Pegida-Kund­gebungen, verweigern sie uns Antworten. Wir kennen diese anderen Deutschen, ihre Persönlichkeiten, bisher nicht. Das wollte ich ändern.
Damit ich bei der Reise dabei sein konnte, musste NEON 20 Euro an PI spenden. Das fühlt sich nicht gut an. Deswegen wollen wir Euch fragen – und wir hängen noch eine Null dran: Wem könnten 200 Euro helfen? Oder was sollen wir mit ihnen machen? Spenden? Verschenken?
Schreibt uns eine SMS mit Euren Vorschlägen an +49/151/10 93 33 82, die Nummer meiner zweiten Identität während der Israelreise. Über sie hatte ich mit den Rechten Kontakt. Nun ist sie Eure. Ideen, Lob und Kritik gerne auch auf Twitter unter #insidePI.

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NEON Ausgabe 02.2017


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