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Bewerbungs-NoGos?: Kein Praktikum wegen Bikini-Foto: Agentur stellt Bewerberin öffentlich bloß

Statt einer Einladung zum Gespräch erhielt die 24-jährige Emily ungefragt Bewerbungstipps der besonderen Art. Grund: ein Foto auf ihrem Instagram-Kanal.

"Schick uns ein kurzes Video von dir" oder "Zeig uns deinen Blog oder Youtube-Kanal" – diese Anforderungen an Bewerber sind heute in der Digitalbranche oftmals Standard. Wer sich bei Redaktionen oder Agenturen bewirbt, soll zeigen, wie online-affin er ist. Daher gehört es beinahe schon zu den NoGos, nicht die eigenen Social-Media-Kanäle im Zuge einer Bewerbung zu verlinken. Dass der eigene Auftritt in sozialen Netzwerken aber auch zum Problem werden kann, erlebte die 24-jährige Emily aus Texas.

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"Suche Marketing-Profi – kein Model"

Die US-Amerikanerin hatte sich um ein Praktikum in der Marketing-Agentur "Kickass Masterminds" beworben. Doch wie mittlerweile üblich suchte die Agentur wohl nach den Social-Media-Accounts ihrer Bewerber. Und so erhielt Emily statt einer Absage eine öffentliche Bloßstellung: Eine Sachbearbeiterin der Agentur veröffentlicht ein privates Bikini-Foto der 24-Jährigen mit dem Hinweis, dass solche Bilder keine gute Voraussetzung für eine Bewerbung seien. "Mit potenziellen Arbeitgebern solltet ihr niemals derartige Social-Media-Inhalte teilen. Ich suche einen Marketing-Profi – kein Bikini-Model", heißt es in der Insta-Story der Agentur.

Emily selbst entdeckte das Bild, als sie der Agentur im Zuge der Bewerbung bei Instagram folgte und machte ihrer Wut über die Situation bei Twitter Luft: "Ich bin immer noch total perplex, wie sich die Firma verhalten hat", schrieb sie. Sie habe sich besonders für diesen Job interessiert, weil die Agentur von Frauen gegründet worden sei und dort ausschließlich weibliche Mitarbeiterinnen arbeiten würden, sagte die Texanerin gegenüber dem Online-Portal "The Dot". 

Agentur ist offline

Bei Twitter ging die Geschichte schnell viral und viele Menschen empörten sich über das Vorgehen der Agentur "Hoffentlich feuern sie bei @kickassmasterminds die Person, die eine Praktikumsbewerberin belästigt und gemobbt hat", heißt es dort. Und "Ich sag mal so. Es ist durchaus möglich, heiß in einem Bikini auszusehen UND gutes Marketing zu liefern." Eine Userin weist auch darauf hin, dass die Angestellten selbst ein Foto von sich im Bikini gepostet hätten.

Die fragwürdige Art von "Kickass Masterminds", Bewerbungstipps zu verteilen, führte mittlerweile dazu, dass die Agentur ganz von Social Media verschwunden ist. Weder Twitter noch Facebookseiten sind erreichbar und auch ihr Instagram-Account steht nun auf privat.

lau
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