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Digitaler Kettenbrief: Was steckt hinter dem Grusel-Account "Momo" bei Whatsapp?

Achtung: Nichts für schwache Nerven! Auf Whatsapp treibt ein Account namens "Momo" sein Unwesen und verstört die Nutzer mit Kettenbriefen und einem Profilbild des Grauens. Was steckt hinter dem Phänomen?

Kettenbrief von "Momo" auf Whatsapp

So oder so ähnlich sehen die Nachrichten, die "Momo" angeblich auf Whatsapp verschickt, aus (ja, die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler haben wir der Authentizität halber übernommen)

Getty Images

"Schicke dies an 15 Freunde, sonst wirst du heute Nacht sterben." Einen Kettenbrief wie diesen hat sicher jeder schon einmal bekommen. Früher musste man sie noch aufwendig mit Hand abschreiben, heute kann man die Nachricht bequem an (theoretisch) hunderte Kontakte gleichzeitig weiterleiten – macht aber natürlich niemand. Außer vielleicht ängstliche Zehnjährige oder deine Tante, die das Internet immer noch nicht so richtig verstanden hat. 

Ein neuer Kettenbrief von einem Account namens "Momo" kippt dem ganzen Nervkram aber noch eine Horror-Schippe oben drauf. "Hallo, ich bin Momo und bin vor drei Jahren verstorben. Ich wurde von einem Auto angefahren und wenn du nicht möchtest, dass ich heute Abend um 0 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim Schlafen zuschaue, dann sende diese Nachricht an 15 Kontakte weiter. Du glaubst mir nicht?" In der üblichen Kettenbrief-Manier beginnen die Nachrichten (voller Rechtschreib- und Grammatikfehler) von "Momo". Es folgt eine Aufzählung von angeblichen Opfern, die die Nachricht angeblich nicht weitergeleitet haben und deshalb nun verstümmelt oder tot seien. Blabla. Jaja.

"Momo": Whatsapp-Profilbild des Grauens

Das Perfide an "Momo" ist etwas anderes, nämlich das Profilbild: Eine Fratze mit weit aufgerissenen Augen und einem Lächeln, bei dem der Joker neidisch werden würde (siehe Bild oben). Selbst dem abgebrühtesten Horror-Fan könnte bei dem Anblick etwas mulmig werden. Die Fratze ist wirklich nicht schön anzuschauen. Was aussieht wie ein mit Photoshop verunstaltetes Foto einer Frau, entpuppt sich allerdings als Statue:

In voller Pracht lässt sie sich zum Beispiel bei Instagram betrachten – und das macht es nicht besser. Der unmenschlich lange Hals zu dem ohnehin schon grusligen Gesicht mündet in einen stummeligen Körper, der hauptsächlich aus zwei Brüsten zu bestehen scheint. Vollendet wird sie durch riesige Hühnerbeine. Zu bestaunen gibt oder gab es das Kunstwerk angeblich bei einer Ausstellung in der "Vanilla Gallery" in Tokio. Den Namen "Momo" sollen sich die Besucher ausgedacht haben. 

"Momo" ist international unterwegs

Und was soll das Ganze jetzt? So genau weiß das keiner. Aber "Momo" gibt es nicht nur in Deutschland. Die Nachrichten sollen auch auf Japanisch und Spanisch die Runde machen. Mittlerweile gibt es zig Nummern aus verschiedenen Ländern, die Nachrichten unter dem Namen verschicken. In Spanien warnt die Polizei bereits davor, auf die Nachrichten zu antworten oder die Nummer anzurufen, da "Cyberkriminelle", die hinter den Trittbrettfahrer-Accounts stecken, den Hype ausnutzen könnten:

Ob harmloser Streich oder Machenschaften von Betrügern: Wir hoffen auf friedliche Träume heute Nacht.


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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.