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Cornwall, England: Brite ließ Namen ändern und bekommt keinen neuen Pass – Grund: Name zu vulgär

Den eigenen Nachnamen sollte man besser nicht unüberlegt ändern lassen – vor allem nicht, wenn es nur ein schlechter Scherz ist. Das musste ein Brite nun lernen. Ihm wurde ein neuer Pass verwehrt, weil sein neuer Nachname zu vulgär sei. 

Brite bekommt nach Namensänderung keinen Pass mehr

Ein Brite ließ aus Spaß seinen Nachnamen ändern – und bekommt nun keinen Pass mehr

Getty Images

Schlechte Scherze können ganz schön nach hinten losgehen – das musste nun ein Ex-Soldat aus Cornwall, England auf die harte Tour lernen. Dem 33-jährigen Kenny Kennard war sein Nachname wohl zu langweilig, also beschloss er 2016 kurzerhand, seinen Namen durch ein kleines, unschuldiges "Fu-" etwas aufzuhübschen. Spricht man "Fu-Kennard" schnell aus, klingt es schließlich wie "fuc*king hard". Haha. 

Einen Führerschein mit seinem neuen Namen zu bekommen, war damals kein Problem – aber nachdem nun sein Pass abgelaufen ist, wurde ihm ein neuer verwehrt. Der Name sei beleidigend und vulgär, so die Begründung des "HM Passport Office". Drei Mal hat Kenny das Urteil bereits angefochten. Vergebens. Das Innenministerium weigert sich. Seinen Namen deswegen wieder ändern wolle er aber nicht, sagt er gegenüber der lokalen Nachrichtenseite "Cornwall Live".

Kein neuer Pass für Kenny Fu-Kennard

In England gibt es für Namensänderungen keine öffentlich-rechtlichen Bestimmungen – im Gegensatz zu beispielsweise Deutschland. Kenny musste lediglich ein so genanntes "Deep poll", eine Privaturkunde zum Nachweis der Namensänderung, ausfüllen. Solange keine betrügerische Absicht dahinter steckt, kann jeder englische Bürger einen neuen Namen benutzen. Laut eigener Aussage hat Kenny seinen Namen mit 16 schon einmal in "Coco Kenny" geändert. 

Als Kenny Fu-Kennard ist er nun "ein Gefangener in seinem eigenen Land", wie er sagt. Ohne seinen Pass kann er die Insel nicht verlassen. "Mein letzter Urlaub vor drei Jahren war nach Sri Lanka. Aber es gibt noch so viele andere Länder, die ich sehen will. Kambodscha zum Beispiel." Statt Weltenbummler gibt es jetzt Camping-Urlaub in der Heimat, wie er erzählt. Aber nicht nur ihn stellt seine Situation vor neue Herausforderungen: "In drei Wochen muss ich auf einen Junggesellenabschied. Der Trauzeuge wusste, dass ich nicht reisen kann, also entschied er sich für Cardiff."

"Es ist doch nur ein Witz" 

The Sun.

Gepostet von Kenny Fu-Kennard am Sonntag, 4. August 2019

Verstehen kann er die Entscheidung des Innenministeriums nicht: "Es ist doch nur ein Witz." Auf "Change.org" gibt es mittlerweile sogar eine Petition, die fordert, Kenny seinen Pass zu geben. Unterschrieben haben bis jetzt (Stand: 05.08.19, 17:25 Uhr) 89 Leute. Und auch auf Facebook teilt der Brite offenbar stolz seine Geschichte, die gerade durch sämtliche Medien geht. Trotzdem gilt: Bitte nicht nachmachen. Das Innenministerium ist fuc*ing hard. 

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