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Aktion an Neujahr: Junge Muslime helfen beim Aufräumen nach der Silvesternacht

Sie wollten ein Zeichen für Engagement setzen und Verbundenheit zum Heimatort ausdrücken: Die "Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation" hat zu Silvester eine bundesweite Neujahrsputzaktion organisiert. Damit folgen sie einer langen Tradition. 

Nach Silvester: Müll liegt auf der Straße

Die "Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation" organisierte eine Neujahrs-Putzaktion (Archivbild)

DPA

Der Tag nach Silvester ist traditionell nur für drei Dinge da: Schlafen, Essen und – bei besonders Motivierten – ein Neujahrsspaziergang. Dass man das neue Jahr auch auf engagiertere Weise starten kann, bewiesen nun Jugendliche der "Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation": Sie packten am Dienstag mit an und halfen bei einer bundesweiten Aktion, die Straßen deutscher Gemeinden nach dem Silvestertrubel wieder klar Schiff zu machen. 

Wie vorher in einer Pressemitteilung der Organisation angekündigt wurde, sollte die Aktion in 240 lokalen Gemeinden stattfinden. Knapp 6500 ehrenamtliche Helfer waren demnach dazu aufgerufen, zu Besen und Schaufel zu greifen und der örtlichen Stadtreinigung so unter die Arme zu greifen. 

Die Jugendorganisation veröffentlichte Bilder der Putzaktion, mit der sie einer 20-jährigen Tradition folgen:

"Wir leben in Deutschland und möchten uns integrieren"

Die Aktion sorgte unter anderem in Zwickau für mediale Aufmerksamkeit. Dort sagte der örtliche Leiter der muslimischen Jugendorganisation, Umar Yousof, der regionalen Tageszeitung "Freie Presse": "Auch wenn im islamischen Kalender der 1. Januar kein Neujahrstag ist: Wir leben in Deutschland und möchten uns integrieren. Dies soll ein kleiner Beitrag sein."

Ahmad Kamal, Bundesvorsitzender der "Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation" erklärte in der Pressemitteilung: "Unsere Mitglieder möchten Verantwortung übernehmen, so wie sie auch als junge Muslime in Deutschland die gesellschaftlichen Entwicklungen konstruktiv mitgestalten möchten." Im Anschluss an die Reinigungsaktion waren Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Gemeinden zu einem gemeinsamen Neujahrsfrühstück eingeladen, um mit den jungen Muslimen ins Gespräch zu kommen. 

Motto der Ahmadiyya-Muslime: "Liebe für alle, Hass für keinen"

In Deutschland leben ungefähr 40.000 Ahmadiyya-Muslime. Die meisten von ihnen kommen aus Pakistan und Indien. Die islamische Gemeinschaft propagieren das Motto "Liebe für alle, Hass für keinen" und setzen sich damit laut eigener Aussage vor allem für Integration ihrer Mitglieder in die jeweiligen Gesellschaften ein.

Quellen: Twitterseite der Jugendorganisationahmadiyya.de, Freie Presse

she