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US-Kleinstadt Marietta: Postbote geht nach 34 Jahren in Ruhestand – Nachbarn verabschieden ihn rührend

20 Jahre lang war Floyd Martin nicht wegzudenken aus der Kleinstadt Marietta im US-Bundesstaat Georgia: Nun hatte der Postbote seinen letzten Arbeitstag – und wurde von der gesamten Nachbarschaft rührend verabschiedet.

Postbote geht nach 34 Jahren in Ruhestand – Nachbarn verabschieden ihn rührend

USA: Fahrzeug des United States Postal Service (USPS)

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Zu Floyd Martin blicken die Menschen in der US-Kleinstadt Marietta im Bundesstaat Georgia auf. Das hat zum einen damit zu tun, dass der 61-jährige Postbote ein schlanker großgewachsener Mann ist. Zum anderen liegt es daran, dass die Menschen ihm zu Füßen liegen. "Er ist wirklich ein Teil unserer Familie", sagt Sarah Bullington, die seit elf Jahren in Marietta lebt, dem Online-Portal "Buzzfeednews".

Seit 20 Jahren fährt Martin schon durch ihre Nachbarschaft und liefert Briefe und Pakete aus. Am vergangenen Donnerstag hatte er nun seinen letzten Arbeitstag. Und die Menschen auf seiner tagtäglichen Route bereiteten ihm deshalb einen denkwürdigen Abschied: Sie schmückten ihre Briefkästen, überreichten ihm Geschenke und veranstalteten eine Abschiedsparty – wobei sie erzählten, dass Martin für sie mehr als "nur" ein Postbote war.

Geschichte geht auf Twitter viral

Von all dem hätte vermutlich niemand etwas erfahren, wenn Jennifer Brett es nicht dokumentiert hätte. Aber die amerikanische Journalistin wollte unbedingt zeigen, was ihr Viertel in Marietta für Martin tat. Also begleitete sie den Postboten an seinem letzten Tag – und postete alle Geschehnisse des Tages auf Twitter.

Nahezu jeder Nachbar habe eine kleine Geschichte über Martin erzählt, schreibt Brett: Wie er zum Beispiel die Zeitungen immer aufgehoben und sie den älteren Bewohnern gebracht habe, wie er die Katzen aus der Nachbarschaft gefüttert oder den Kindern immer Süßigkeiten gegeben habe. All das habe den Postboten im Dienst von United States Postal Service so beliebt gemacht.

Nun geht's sogar nach Hawaii

Dass Floyd Martin für seine Arbeit einmal so gefeiert wird, hätte er nie gedacht. "Es ist ein sehr harter Job. Ich hatte nicht das Posttempo, als ich anfing. Es hat eine Weile gedauert und ich war frustriert", erinnert er sich bei "Buzzfeednews". Tatsächlich habe er sogar ans Aufhören gedacht. Doch seine Mutter habe ihm damals zugeredet. Ihm gesagt, er solle weitermachen.

Er hielt sich daran und bekommt nun sogar einen Lebenstraum erfüllt. Denn: Ein Nachbar hatte eine "Gofundme"-Kampagne gestartet, bei der Geld für eine Reise zu Martins Traumziel Hawaii gesammelt wurde – mit Erfolg. Über 26.000 Dollar kamen so zusammen.

Postebote und Schäferhund verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft

Quelle: "Buzzfeednews" / "Washington Post" / Twitter

rpw
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