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Coole Idee: Die Schweden räumen ihr Land im Laufen auf – und nennen es Plogging

Sie machen sauber und Sport dabei: Die Schweden haben diesem neuen Trend ein Wort gegeben. Langsam bahnt sich die Bewegung auch ihren Weg in andere Länder.

Eigentlich ist die Idee ganz naheliegend: Wenn du beim Laufen Müll siehst, hebst du ihn auf und entsorgst ihn. Wenn das viele Leute machen, Bilder davon auf Social Media posten und sich noch einen knackigen Namen dafür ausdenken, hat man einen Trend. "Plogging" nennt man die Kombination aus Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein in Schweden.

Der Begriff setzt sich zusammen aus dem schwedischen Begriff "plocka" (auf Deutsch: sammeln) und "Jogging". Die Schweden – ein Völkchen, das schon immer auf seine Lebensqualität achtete – haben den Trend bekanntgemacht, doch mittlerweile ist Plogging auch in anderen europäischen Ländern ein Ding.

Trend aus Schweden: Joggen und gleichzeitig Müll sammeln

Mit der App "Lifesum" können Plogger ihre Routen und ihre Müllbilanz tracken – und natürlich auch auf Social Media teilen. Und so sieht das dann aus:

Mit Plastiktüten bewaffnet gehen die Jogger auf ihre Strecke und kehren mit vollen Mülltüten wieder zurück. So verbrennt man nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Müllsammeln Kalorien. Dabei werden sogar noch zusätzliche Muskelgruppen trainiert.

Eine Triathlon-Team aus Costa Rica hat das Müllsammeln sogar in sein Trainingslager integriert und ist begeistert: "Diese Plogging-Sache ist unglaublich toll."

Plogging kommt auch in andere Länder

Für die meisten Freizeitsportler ist es zunächst ungewohnt, sich beim Joggen auch noch um die Umwelt zu kümmern. Doch das gibt sich schnell. "Jeder scheut sich zu Beginn, etwas Fremdes aufzulesen. Doch das Wichtigste ist, dass du dich einmal überwindest, dann klappt es", erzählt ein Plogger aus Schweden in der SRF-Sendung "10vor10". In dem skandinavischen Land gab es bereits etwa 80 Plogging-Events. 

In Deutschland ist die Bewegung noch nicht wirklich angekommen. Doch das kann eigentlich nicht mehr lange dauern. Denn sich zu bewegen und gleichzeitig dabei zu helfen, die Stadt sauber zu halten, kann ja allen nur helfen.

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