HOME

Online-Heiratsschwindel: US-Army: Sorry, Ladys - unser General sucht gar keine neue Freundin

Pling – plötzlich hatten zahlreiche Frauen die Kontaktanfrage eines waschechten Generals in der Mail. Gutaussehend und tapfer. Doch nun musste die Army klar machen, dass Betrüger und kein General diese Mails verschicken.

General Stephen J. Townsend  ist nicht zu haben. Er ist verheiratet.

General Stephen J. Townsend  ist nicht zu haben. Er ist verheiratet.

Hersteller

General Stephen J. Townsend ist fit, sieht blendend aus und mit vier Sternen auf der Brust hat es der General auch weit gebracht. Vor allem aber ist der General ein Online-Casanova. Unzählige Frauen auf der ganzen Welt bekommen Post vom General. Der ist nämlich einsam und sucht dringend eine neue Freundin. Das Leben im Militär ganz ohne Frau setzt dem Mann zu. Und natürlich ist er seriös: Spätere Heirat ist nicht nur "nicht ausgeschlossen" – sie ist erwünscht.

Zu schön, um wahr zu sein? Wegen der unzähligen Anfragen nach dem Beau in Uniform musste die US-Army unlängst klar stellen: Unser General treibt sich nicht in den sozialen Medien herum und er versucht auch nicht, eine neue Freundin zu erobern.

Der Hintergrund: Online-Heiratsschwindler nutzen die Bilder des Generals, um gefakte Internetseiten aufzubauen. Sie stört offenbar auch nicht, dass jeder mit einer Bilder-Suche schnell auf den echten Stephen J. Townsend stoßen kann.

Es geht um Geld

Die Schwindler wollen einsame Herzen um ihr Geld zu bringen. Die ersten Kontakte werden meist recht lieblos von angelernten Helfern hergestellt. Erst wenn eine Lady angebissen hat, übernimmt ein Profi. US-Soldaten sind als Schwindel-Identitäten hoch im Kurs. Nach wie vor scheinen viele Frauen auf Männer in Uniform zu stehen, zumal die auch jenseits der 50 keine Wampe haben. Damit sie als Ehegattenmaterial gelten, wird meist eine tragische Geschichte erfunden. So werden die Soldaten zu Witwern – Ehe-erprobt und dennoch zu haben.

Hauptvorteil des Militärs: Die Betrüger können den Frauen so glaubhaft vormachen, dass ihr Traummann sie nicht sehen kann, weil er in entlegenen Gegenden den Weltfrieden sichern muss. Mit den Auflagen des Pentagons wird erklärt, wieso es auch keinen Video-Chat gibt, bei dem der Schwindel auffliegen würde.

Wie eine Epidemie sucht diese Art des Identitätsdiebstahls das US-Militär heim. Laut dem U.S. Army Criminal Investigation Command (CID) gingen jeden Monat Hunderte von Berichten von Opfern ein, die vermeintlich von Militärs betrogen worden.

Imageschaden für die Army

"Opfer dieser 'Romantik-Betrüger" berichten uns, dass sie in eine Online-Beziehung mit jemandem verwickelt wurden, von dem sie glaubten, dass er ein US-Soldat ist. Nach einer Zeit fing er an, nach Geld zu fragen", sagt die Armee. "Opfer dieser Betrügereien können zehntausende Dollar verlieren und haben nur eine geringe Chance, etwas davon wiederzuerlangen."

"Das häufigste Schema betrifft Kriminelle - vor allem aus westafrikanischen Ländern -, die behaupten, US-Soldaten zu sein, die in einer Kampfzone oder an einem anderen Ort in Übersee dienen", so die Armee. "Diese Gauner legen oft Dokumente und andere 'Beweise' für ihre finanzielle Not vor, wenn sie ihre Opfer bitten, ihnen Geld zu überweisen."

Durch die Vielzahl der Taten ist diese Betrugswelle eine Image-Katastrophe für die US-Army. Der General ist nur ein besonders populäres Ziel. Seine Bilder werden seit 2014 benutzt.

Der echte General ist übrigens verheiratet.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.