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Krispy Kreme: Donut-Drive-In eröffnet in Dublin – doch mit dieser Reaktion hat niemand gerechnet

Es scheint Menschen zu geben, die Donuts so sehr lieben, dass sie sie immer und überall zur Verfügung stehen haben wollen. Doch als Krispy Kreme dies nun in Dublin möglich machen wollte, führte das zu unerwarteten Problemen.

Krispy Kreme Donuts in Irland

Krispy Kreme Donuts in Irland? Eine ZU gute Idee.

Unsplash

Es gibt Menschen, die Donuts lieben. Dann gibt es Menschen, die Donuts so sehr lieben, dass sie sie 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen haben wollen. Und dann gibt es so Leute, die Donuts SO SEHR LIEBEN, dass sie allen Ernstes bereit sind, mitten in der Nacht in einer gefühlt kilometerlangen Autoschlange rumzustehen und sich so lange gegenseitig anzuhupen, bis auch garantiert alle Anwohner in den umliegenden 20 Kilometern wach sind.

Von vorne: Das Konzept eines 24-Stunden-Drive-Thru ist uns allen bekannt. Besonders in den USA sind diese Läden sehr beliebt, in denen man zu jeder Tages- und Nachtzeit Fast Food, Kaffee und wahrscheinlich auch eine professionelle Zahnreinigung bekommen kann – ohne jemals den Komfort des eigenen motorisierten Untersatzes verlassen zu müssen.

Nun sollte ein solcher Essenstempel auch in Dublin in Irland Einzug halten. Im Krispy-Kreme-Donut-Drive-Thru sollte es 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche frische Donuts direkt ans Steuer geben – und die Menschen waren begeistert. So begeistert, dass sie bereit waren, ewig lange Schlangen in Kauf zu nehmen und damit die Nachbarschaft auf Trab zu halten. In einem Video, das die irische Zeitung "The Irish Post" Anfang Oktober teilte, ist zu sehen, mit welchem Andrang die Mitarbeiter des Teigwaren-Geschäfts zu kämpfen hatten – und was das für die Anwohner bedeutete.

SOUND ON !🔈Video taken at 23:15 from a resident living beside the new 24hr Krispy Kreme.

Gepostet von The Irish Post am Mittwoch, 3. Oktober 2018

24-Stunden-Krispy-Kreme scheint zu viel für die Iren zu sein

Nach nur einer Woche musste das Unternehmen reagieren: der Drive Thru wird nun jeden Abend um 23:30 geschlossen, anstatt, wie geplant, die ganze Nacht geöffnet zu bleiben. In einem Statement sagte der CEO von Krispy Kreme, Richard Cheshire: "Wir hatten ein warmes Willkommen in Irland erwartet und uns schon lange darauf gefreut, hier eine Filiale zu eröffnen. Aber die Reaktionen lagen weit über unseren optimistischsten Hochrechnungen.[…] Aber wir wissen, dass der Geräuschpegel in der Nacht ein Problem für die Familien in den umliegenden Häusern darstellt."

Im Internet ist man begeistert vom Donut-Enthusiasmus der Iren. Eine Userin schreibt: "In der Zukunft, wenn wir gefragt werden, warum wir keine 24-Stunden-Pubs in Irland haben, sollten wir uns daran erinnern, dass wir nicht mal mit 24-Stunden-Donuts umgehen konnten."

Und User Karl tut ein paar Schritte zurück und betrachtet das Ganze von außen: "Die Römer hatten also recht. Es gibt wirklich nur zwei Dinge, die die Menschen wirklich begehren: Brot und Spiele. Oder in Irland: Krispy Kreme und Conor McGregor."

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jgs
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?