Weselsky bemängelte die gesunkene Medienpräsenz der Lokführergewerkschaft unter seinem Nachfolger Mario Reiß. "Die GDL findet nun weniger statt, es wird keine einzelne Person mehr vermarktet, sondern das Team", sagte er. "Ich glaube, anders wäre es besser."
Bei der letzten Verhandlungsrunde zwischen Bahn und GDL, die Ende Februar mit einer Einigung und ohne Streiks endete, habe sein Nachfolger Reiß zwar ein "tolles Ergebnis" eingefahren. Gleichwohl habe die Gewerkschaft seiner Meinung nach in den Medien zu wenig stattgefunden.
Weselsky führte die GDL von 2008 bis 2024 und war bekannt für seine Konfliktbereitschaft. In seinem Ruhestand arbeitet er nach eigenen Worten noch an drei Tagen in der Woche: Er ist Vorstandsmitglied einer von GDL-Mitgliedern gegründeten Genossenschaft und Vizechef beim Deutschen Beamtenbund. In der restlichen Zeit mache er unter anderem Joga, einmal die Woche gehe er zu einer Lehrerin, sagte er dem "Stern".