HOME

Amokalarm in Schule: Polizei sucht flüchtigen Motorradfahrer in Esslingen

Schüler berichten von einem Mann, der plötzlich mit einer Schusswaffe in ihrer Schule in Esslingen stand. Sofort wird Amokalarm ausgelöst, die Polizei nimmt einen Verdächtigen fest. Doch es ist der Falsche.

Ein Polizist steht mit Waffe und Dienstwagen vor der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen, Baden-Württemberg

Die Zufahrtswege zur Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen werden von bewaffneten Polizisten gesichert

Nach dem Amokalarm in einer gewerblichen Schule in Esslingen in Baden-Württemberg Esslingen sucht die Polizei nach einem flüchtigen Verdächtigen. Der 17 bis 19 Jahre alte Mann sei bewaffnet und wahrscheinlich mit einem Motorrad geflüchtet, teilte die Polizei Reutlingen am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ein zunächst festgenommener Mann wurde dagegen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Schüler der Esslinger Friedrich-Ebert-Schule hatten am Montagmorgen von einen Mann berichtet, der in die Schule gekommen war und in dessen Hosenbund angeblich eine Waffe steckte. Nach kurzem Aufenthalt in der Schule verließ der Verdächtige das Gebäude demnach wieder. Die Polizei rückte mit zahlreichen Beamten zum Einsatzort aus und durchsuchte die Schule.

Einrichtungen in Esslingen verbarrikadiert

Die Schüler blieben zunächst in ihren Klassenräumen. Nach Polizeiangaben hatten sich auch Schulen und Kindergärten in der Nähe der Friedrich-Ebert-Schule nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Bedrohungslage vorsorglich verbarrikadiert.

Die Polizei nahm am Vormittag im Stadtgebiet von Reutlingen einen Mann vorübergehend fest, auf den die Beschreibung der Schüler gepasst haben soll. Der Festgenommene wurde jedoch bereits kurze Zeit später wieder entlassen.

Die Ermittler wiesen zudem am späten Vormittag ausdrücklich darauf hin, dass es bei dem gesamten Einsatz keine Verletzten gegeben habe. Zugleich appellierte die Polizei an die Eltern, bis auf weiteres den Schulen fernzubleiben. "Wir brauchen den Platz für die Einsatzkräfte", twitterten die Beamten.

sve / AFP