Wie das Digitalministerium anlässlich der symbolischen Übergabe der entsprechenden Förderurkunden in Berlin mitteilte, fördert der Bund den Glasfaserausbau dort, "wo er privatwirtschaftlich unrentabel ist". Gewürdigt werden am Mittwoch demnach mehr als 40 Projekte stellvertretend für die 536 bewilligten Vorhaben des Förderaufrufs 2025 - darunter auch der Landkreis Wittmund, wo per Seekabel Spiekeroog als letzte niedersächsische Insel mit Glasfaser versorgt werden soll.
Nach Ministeriumsangaben hat der Bund bislang rund 21 Milliarden Euro in den Breitbandausbau investiert. Rund 3850 Ausbauprojekte sind demnach in der Förderung, wodurch rund 4,7 Millionen Anschlüsse neu angebunden werden.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) begrüßte die Gigabitförderung der Bundesregierung am Mittwoch als "wichtige Ergänzung zum eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau". Sie ermögliche den Ausbau in Regionen, die wirtschaftlich nicht mit schnellem Internet versorgt werden könnten.
Allerdings brauche ein Förderprojekt von Antrag bis Fertigstellung aktuell im Durchschnitt sieben Jahre, monierte der Branchenverband. Deshalb solle das Digitalministerium die Förderverfahren "drastisch entbürokratisieren".