"Tanzen wir über den Abgründen und auf den Bergrücken", singt Céline mit ihrer unverändert kraftvollen Stimme in der Ballade, die der Komponist Jean-Jacques Goldman für sie geschrieben hat. "Lasst uns fliegen und tanzen, weil die Welt aus dem Ruder läuft."
"Das war 2020, als die Welt stehenblieb und die Leute dennoch tanzten, eingeschlossen in ihren Wohnungen", erklärt Goldman. Sechs Jahre später sei das Virus verschwunden, aber der Text gelte immer noch. "Die Welt läuft weiter aus dem Ruder, und wir tanzen immer noch über den Abgründen."
Céline Dion will ab Mitte September 16 Konzerte in Paris geben, was der französischen Hauptstadt erhebliche Umsatzsteigerungen einbringen dürfte. Hotels und Restaurants hoffen auf üppige Einnahmen. Mit einer halben Million Konzertbesuchern und zwischen 300 und 500 Millionen Euro Umsatz rechnet die Tourismus-Werberin der Region Paris, Alexandra Dublanche.
Es wird damit gerechnet, dass ein Drittel der Céline-Dion-Konzertbesucher aus dem Ausland anreist. Die Tickets waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Die 58-Jährige hatte ihre letzte Tournee wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. 2022 gab sie bekannt, dass sie an dem unheilbaren Stiff-Person-Syndrom leidet, das mit Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Muskelkrämpfen einhergeht.
2024 überraschte Dion dann mit einem Auftritt auf der ersten Etage des Eiffelturms zum Abschluss der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele, wo sie den Edith-Piaf-Klassiker "Hymne à l'amour" sang.