Frankreich erlaubt Wellenzeichen auf Buchstaben

Buchstabe mit Tilde
Buchstabe mit Tilde
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Die Tilde ist gerettet: In Frankreich, dem Land der Akzente und Doppelpunkte auf Buchstaben, sind künftig auch Vornamen mit einem Wellenzeichen auf einem Buchstaben rechtens. Namensgebungen mit der bislang nicht erlaubten Tilde sollen künftig nicht mehr gerichtlich verfolgt werden, wie das Justizministerium am Dienstagabend mitteilte. Regionalsprachliche Namen wie etwa Fañch - die bretonische Version von François - sollen damit fortan respektiert werden. 

In einem Erlass von 2014 sind alle in Frankreich zulässigen Zeichen aufgeführt, die Tilde zählte jedoch nicht dazu. Dies führte zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten in Fällen, in denen Eltern ihrem Kind einen bretonischen oder katalanischen Namen mit Tilde geben wollten. Am Ende bekamen die Eltern immer Recht.

Der französische Innenminister Laurent Nuñez, dessen Familie spanische Wurzeln hat, trägt selbst eine Tilde auf dem Nachnamen. 

AFP