Definiere Pragmatismus: Nach dem schier endlosen Hin und Her um Buckelwal Timmy in der Ostsee, haben die französischen Behörden nun gezeigt, wie man auch mit einer Walstrandung umgehen kann. Am vergangenen Freitag war ein Finnwal vor der Insel Ré aufgetaucht. Das Tier wurde bei Rivedoux-Plage an Land gespült. Für den Meeressäuger kam allerdings bereits jede Hilfe zu spät. Er war bereits tot, noch bevor Rettungsversuche unternommen werden konnten.
Anders als bei seinem „prominenten“ Artgenossen, erst in Deutschland und nun in Dänemark, machten die französischen Behörden den Kadaver in Windeseile zur Chefsache. Mit Gurten wurde er auf einen Lkw gehievt und innerhalb von wenigen Stunden abtransportiert – noch bevor er sich gefährlich aufblähen konnte. Sehen Sie oben in der Fotostrecke, wie der Transport vonstatten ging.
Walstrandung in Frankreich: Die Behörden lösten Probleme, bevor sie entstehen konnten
Die Aktion wurde von Fotografen dokumentiert. Sie wirkt auf den ersten Blick einigermaßen grob. Doch im Vergleich zu Timmy wurden so Probleme gelöst, bevor sie überhaupt entstehen konnten.
Während unsere westlichen Nachbarn also pragmatisch mit der Walstrandung umgingen, liegt der Buckelwal „Timmy“ noch immer am Strand der dänischen Insel Anholt – mittlerweile so aufgebläht, dass er jederzeit explodieren könnte. Deshalb wurde der Kadaver weiträumig abgesperrt.
Eines haben beide Wale gemeinsam: Sie sollen untersucht werden, um herauszufinden, warum sie sich verirrt haben und gestrandet sind. Nur geht das in Frankreich nun deutlich schneller.