Sieben Dorfbewohner waren am 20. Mai auf der Suche nach Gold und Fledermäusen in die weitverzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend von Xaysomboun im Zentrum des Landes hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Helfer hatten seitdem unablässig Wasser abgepumpt, um den Rettern den Zugang zu ermöglichen. Nach und nach konnten so fünf Männer aus dem Höhlensystem gelangen.
Die beiden letzten vermissten Dortbewohner waren tiefer in das Höhlensystem hinabgestiegen als die anderen. „Man wird weiterhin versuchen, den Wasserstand durch Abpumpen und Graben an möglichen Austrittsstellen zu regulieren, damit das Wasser schneller abfließen kann. Vielleicht geschieht ein Wunder“, sagte Lee zu ihrem Verbleib. „Wir haben es versucht. Es tut mir sehr leid für ihre Familien“, fügte er hinzu.
Ähnlich äußerte sich der thailändische Retter Kengkad Bongkawong. Er teilte am Samstag in Onlinediensten mit, dass „niemand mehr in die Höhle darf“, da „das Betreten zu riskant“ sei. Das Abpumpen des Wassers werde aber fortgesetzt. „Es gibt noch Lebensmittelrationen und Überlebensausrüstung, die wir an verschiedenen Stellen im Höhleninneren deponiert haben.“
Kengkad zufolge war der Freiraum in der Höhle wegen des weiter eintretenden Wassers zuletzt auf nur noch 30 Zentimeter geschrumpft. „Von heute an wird der Regen zunehmend stärker“, sagte er.
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