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Hongkong: Demo für Demokratie: Polizei räumt besetzte Regierungszentrale

Die Polizei in Hongkong hat die von Demonstranten besetzte Regierungszentrale geräumt. Die verbliebenen Teilnehmer wurden von den Sicherheitskräften abgeführt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

Proteste in Hongkong sind eskaliert

Proteste in Hongkong sind eskaliert

Die Polizei in Hongkong hat die zuvor von Demonstranten besetzte Regierungszentrale geräumt. Die 50 verbliebenen Protestteilnehmer wurden von den Sicherheitskräften abgeführt. Einige von ihnen wurden weggetragen, nachdem sie sich geweigert hatten, das Gelände zu verlassen. Hintergrund des Protests ist die Ablehnung einer Wahlrechtsreform durch die Volksrepublik China.

Die Kundgebung war in der Nacht zum Samstag eskaliert. Mehr als 100 Demonstranten durchbrachen die Absperrungen zu dem Regierungsgebäude. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. 13 Menschen wurden festgenommen. Vor dem Regierungssitz harrten weiterhin etwa eintausend Demonstranten aus. "Die Polizei sollte Diebe fangen, nicht Studenten", rief die wütende Menge.

Nach dem Willen Pekings soll Hongkongs Verwaltungschef zwar im Jahr 2017 erstmals direkt durch die Bewohner der Sonderverwaltungszone gewählt werden. Die zwei bis drei Kandidaten für das Amt sollen allerdings von einem pekingtreuen Ausschuss ausgewählt werden. Die Studenten hatten am Montag eine Boykottwoche gestartet, um ihrer Forderung nach freien Wahlen Nachdruck zu verleihen.

Die ehemalige britische Kron-Kolonie Hongkong genießt seit der Rückgabe an China durch Großbritannien 1997 einen besonderen Status. Dieser gewährt Bürgerrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, die auf dem chinesischen Festland teils massiv eingeschränkt sind.

mia/AFP / AFP
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