In Deutschland ist das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten, im privaten Auto jedoch erlaubt. Rund die Hälfte (52,7 Prozent) der für den DAK-Präventionsradar Befragten zwischen neun und 17 Jahre hat das noch nie erlebt. Rund 36 Prozent und damit mehr als ein Drittel sind nach eigenen Angaben manchmal oder selten von Passivrauch im Auto betroffen.
Schülerinnen und Schüler aus höheren sozialen Schichten sitzen demnach seltener in einem verqualmten Fahrzeug als Gleichaltrige mit einem eher niedrigen Sozialstatus. Zudem sind Jungen und Mädchen, die ein Gymnasium besuchen, weniger betroffen als Schulkinder anderer Schulformen. Wie die Daten auch zeigen, konsumieren Schulkinder, die Passivrauch im Auto ausgesetzt sind, häufiger selbst Nikotinprodukte.
Für den DAK-Präventionsradar hat das IFT-Nord in Kiel im Schuljahr 2024/2025 mehr als 26.500 Schülerinnen und Schüler in 14 Bundesländern befragt.
DAK-Vorstandschef Andreas Storm forderte ein Rauchverbot im Auto bei Anwesenheit von Minderjährigen. "Tabakrauch kann auch für Menschen, die ihm nur passiv ausgesetzt sind, gravierende negative gesundheitliche Folgen haben. Kinder sind besonders gefährdet", erklärte Storm. Angesichts der hohen Anzahl an Betroffenen müsse in Deutschland ein erweitertes Rauchverbot im Auto umgesetzt werden, so wie es andere europäische Länder in Fällen von Minderjährigen und teilweise auch von Schwangeren längst handhabten.
hex/ran