Anschließend setzte er sich ans Steuer seines hochmotorisierten Luxusautos und raste durch den Stadtteil Lennep, um anzugeben. Beim Versuch, besonders spektakulär anzufahren, brach das Fahrzeugheck unkontrolliert aus.
Der 25-Jährige geriet auf den Gehweg und erfasste ungebremst mit etwa 60 Stundenkilometern eine 17-Jährige und eine 19-Jährige. Die 19-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie einige Tage später starb. Die 17-Jährige wurde schwer verletzt, überlebte aber.
Das Risiko des unkontrollierbaren Ausbrechens hatte den Mann laut Urteil nicht davon abgehalten, das Auto höchstmöglich zu beschleunigen. Der 25-Jährige handelte mit bedingtem Vorsatz. Die Gefahren für Fußgänger nahm er billigend in Kauf.
Er wählte eine hochgefährliche Fahrweise, die für ihn nicht mehr beherrschbar war. Er brach das Fahrmanöver auch nicht ab, sondern setzte es bewusst fort. Die Kammer sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an.