Arda Saatçi
600 Kilometer in 96 Stunden: Berliner Extremsportler verfehlt sein Ziel

Der Berliner Extremsportler Arda Saatçi
Arda Saatçi kündigte nach den verstrichenen 96 Stunden an, die Sache zu Ende zu bringen – egal wie 
© Cameron Moon / Red Bull Content Pool / DPA

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Arda Saatçi rannte mehrere Tage durch die kalifornische Hitze. Im Netz schauten ihm dabei Tausende Fans live zu. Nun musste er einsehen: Das Ziel war zu hoch gesteckt.

In 96 Stunden 600 Kilometer zurücklegen: Dieses ambitionierte Ziel hat der junge Berliner Läufer Arda Saatçi nicht erreicht. Am Ende schaffte er bei seinem Lauf in den USA innerhalb dieser Zeit gut 458 Kilometer – also rund 142 Kilometer weniger als benötigt, wie in einem Livestream deutlich wurde.

Nach Ablauf der 96 Stunden zeigte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch: Er habe sein Bestes gegeben und werde niemals aufgeben, sagte er. Im Gehen kündigte er an, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Demnach will er bis zum Santa Monica Pier nahe Los Angeles weiterlaufen.

Tausende verfolgen Arda Saatçis Lauf live im Netz

Den Lauf des 28-Jährigen schauten sich via Stream Tausende Menschen live an. Sie feuerten ihn an und fieberten mit dem Athleten mit. Dem Extremsportler folgen allein auf Youtube rund 1,3 Millionen Menschen, auf Instagram hat er rund 1,7 Millionen Follower.

In einem Post auf Instagram hatte er kürzlich angekündigt, dass er in Badwater Basin im Death Valley in Kalifornien seinen Extremlauf starten wolle. Danach war der Plan, in Richtung Los Angeles zu laufen.

Bei dem Lauf des jungen Berliners wirkt ein riesiges Team mit. Es gibt etwa Läufer, die sich im Schichtdienst abwechseln und Saatçi beim Laufen filmen. Ein Physiotherapeut kümmert sich um den geschundenen Körper Saatçis. Freunde und Bekannte leisten moralischen Beistand. Vor dem Lauf hatte sich der Extremsportler mit einer riesigen Menge an Lebensmitteln eingedeckt.

Neben Schlafmangel und den körperlichen Schmerzen macht dem Läufer vor allem die Hitze entlang der Laufstrecke zu schaffen. Am 15. Mai wird Saatçi dann wieder zurück in seiner Heimat Berlin erwartet.

DPA
mod

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