Mindestens fünf weitere Menschen wurden laut Selenskyj dort verletzt. Der Gouverneur von Kramatorsk, Wadim Filaschkin, hatte zunächst von drei Todesopfern gesprochen. Der Angriff auf das Stadtzentrum sei mit "drei hochexplosiven Bomben", erfolgt, erklärte er im Onlinedienst Telegram. Das in der größtenteils von Russland besetzten ostukrainischen Region Donezk gelegene Kramatorsk gilt als strategisch wichtige Festungsstadt für das ukrainische Militär.
Auch aus anderen Teilen der Ukraine wurden am Dienstag Tote und Verletzte bei neuen russischen Angriffen gemeldet. In der zentralukrainischen Region Poltawa wurden laut örtlichen Behörden vier Menschen getötet, in der Region Charkiw wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Mensch getötet.
Selenskyj hatte Russland zuvor "Zynismus" vorgeworfen, weil der Kreml trotz einer angekündigten Waffenruhe rund um die Siegesparade am 9. Mai in Moskau "weiter Raketen- und Drohnenangriffe ausführt". Russland könne schon jetzt das Feuer einstellen - "und das würde den Krieg und unsere Reaktionen beenden", erklärte Selenskyj am Dienstag.