Mutmaßlicher Hanta-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Kranke sollen ausgeflogen werden

Die "MV Hondius" vor den Kapverden
Die "MV Hondius" vor den Kapverden
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Nach dem mutmaßlichen Ausbruch des gefährlichen Hantavirus an Bord eines vor den Kapverden liegenden Kreuzfahrtschiffs wollen die niederländischen Behörden zwei Betroffene ausfliegen. Das Kreuzfahrtunternehmen Oceanwide Expeditions bestätigte am Montag eine "ernste medizinische Notlage" an Bord der "MV Hondius". Drei Menschen seien gestorben, davon einer nach Verlassen des Schiffs. 

Ein 69 Jahre alter Passagier liege im südafrikanischen Johannesburg auf der Intensivstation, zwei weitere müssten "dringend medizinisch behandelt werden", erklärte das Unternehmen. Sie sollten mit Unterstützung der niederländischen Behörden von den Kapverden in die Niederlande geflogen werden. Dafür müsse jedoch zunächst die Zustimmung der örtlichen Behörden auf den Kapverdischen Inseln eingeholt werden.

Den Angaben zufolge haben Ärzte von den Kapverden die kranken Passagiere an Bord des Schiffes untersucht, jedoch bisher keine Genehmigung erteilt, diese an Land zu bringen.

Laut dem Kreuzfahrtunternehmen wurde das Hantavirus bei dem Passagier nachgewiesen, der derzeit in Johannesburg behandelt wird. Noch sei jedoch nicht abschließend geklärt, ob das Virus auch die Ursache der drei Todesfälle sei.

Hantaviren werden üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen und lösen schwere Atemwegserkrankungen aus. In seltenen Fällen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedoch auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich.

gt/dja

AFP