"Er wird in Erinnerung bleiben für seine Werke, für deren Brillanz und Menschlichkeit, für seinen Witz, seine Respektlosigkeit, seine Großzügigkeit und seine tiefe Liebe zur englischen Sprache", erklärte die Agentur. "Es war eine Ehre, mit Tom zusammenzuarbeiten und ihn zu kennen."
Der 1937 in der Tschechoslowakei geborene Stoppard war vor der NS-Besatzung aus seiner Heimat geflohen. Nach der Schule arbeitete er erst als Journalist und begann dann Theaterstücke zu schreiben. Sechs Jahrzehnte lang schrieb er für Theater, Fernsehen, Radio und Film.
Zu seinen bekanntesten Theaterstücken gehören "Rosencrantz and Guildenstern Are Dead", "Arcadia" und "Leopoldstadt". International bekannt wurde Stoppard aber vor allem mit seinen Drehbüchern. Für die Liebeskomödie "Shakespeare In Love", die bei der Oscar-Verleihung 1999 sieben Preise abräumte, erhielt er den Oscar für das beste Drehbuch. Bereits 1997 hatte ihn Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
Stoppard war drei Mal verheiratet und hinterlässt vier Söhne, darunter der Schauspieler Ed Stoppard.