Der Vampir-Horrorfilm "Blood & Sinners" hat mit 16 Kategorien einen neuen Rekord für die meisten Oscar-Nominierungen aller Zeiten aufgestellt. Bei der Verkündung der Nominierten für die Mitte März stattfindende Oscar-Gala wurde der Film am Donnerstag in fast allen Kategorien aufgelistet, darunter die Königskategorie "Bester Film". Regisseur Ryan Coogler kann sich auch Hoffnung auf die Auszeichnung als bester Regisseur machen.
Michael B. Jordan, der in "Blood & Sinners" gegen übernatürliche Mächte und Rassisten kämpfende Zwillinge spielt, wurde als bester Hauptdarsteller nominiert. In der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" ist der Vampir-Film, der in den von Rassentrennung geprägten USA der 30er Jahre spielt, allerdings nicht vertreten. Dafür wurden aber Delroy Lindo und seine Kollegin Wunmi Mosaku als beste Nebendarsteller nominiert.
14 Gewinnchancen hatten in der langen Oscar-Geschichte der Klassiker "Alles über Eva" von 1950, der Blockbuster "Titanic" im Jahr 1998 und zuletzt das Film-Musical "La La Land" (2017). Die Zahl der Kategorien, in denen die Filmpreise verliehen werden, hat sich in der Geschichte der Oscars allerdings immer mal wieder leicht verändert.
Deutscher Film "In die Sonne schauen" ist nicht nominiert
Auf den Plätzen folgten bei den diesjährigen Nominierungen der Film "One Battle after Another" mit 13 Nominierungen sowie "Frankenstein", "Marty Supreme" und "Sentimental Value" mit jeweils neun.
Zu den nominierten Schauspielern und Schauspielerinnen gehören unter anderem Timothée Chalamet, Leonardo DiCaprio, Ethan Hawke, Jessie Buckley, Emma Stone, Rose Byrne und Kate Hudson.
Der deutsche Film "In die Sonne schauen" von der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski schaffte es dagegen nicht in die Nominierungs-Endrunde. Allerdings hat der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter mit seiner Musik zum Drama "Hamnet" Chancen auf einen Oscar. Er wurde von der Filmakademie als einer von fünf Anwärtern in der Sparte "Beste Filmmusik" nominiert. Die 98. Oscar-Verleihung soll am 15. März in Hollywood stattfinden.
Hier die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien:
Bester Film
- "Blood & Sinners
- "Hamnet"
- "One Battle After Another"
- "Marty Supreme"
- "Frankenstein"
- "Sentimental Value"
- "Train Dreams"
- "Bugonia"
- "The Secret Agent"
- "F1"
Bester internationaler Spielfilm
- Frankreich ("Ein einfacher Unfall")
- Brasilien ("The Secret Agent")
- Norwegen ("Sentimental Value")
- Spanien ("Sirât")
- Tunesien ("The Voice of Hind Rajab")
Beste Regie
- Paul Thomas Anderson ("One Battle After Another")
- Ryan Coogler ("Blood & Sinners")
- Chloé Zhao ("Hamnet")
- Josh Safdie ("Marty Supreme")
- Joachim Trier ("Sentimental Value")
Bester Hauptdarsteller
- Michael B. Jordan ("Blood & Sinners")
- Leonardo DiCaprio ("One Battle After Another")
- Timothée Chalamet ("Marty Supreme")
- Wagner Moura ("The Secret Agent")
- Ethan Hawke ("Blue Moon")
Beste Hauptdarstellerin
- Jessie Buckley ("Hamnet")
- Rose Byrne ("If I Had Legs I’d Kick You")
- Renate Reinsve ("Sentimental Value")
- Emma Stone ("Bugonia")
- Kate Hudson ("Song Sung Blue")
Bester Nebendarsteller
- Stellan Skarsgård ("Sentimental Value")
- Jacob Elordi ("Frankenstein")
- Benicio Del Toro ("One Battle After Another")
- Sean Penn ("One Battle After Another")
- Delroy Lindo ("Blood & Sinners")
Beste Nebendarstellerin
- Teyana Taylor ("One Battle After Another")
- Amy Madigan ("Weapons")
- Wunmi Mosaku ("Blood & Sinners")
- Inga Ibsdotter Lilleaas ("Sentimental Value")
- Elle Fanning ("Sentimental Value")