In der "langen Saga" um seinen vierten Roman "Die satanischen Verse" und der von der damaligen iranischen Führung ausgesprochenen Fatwa sei "alles, was ich am meisten bewundere - Liebe, Kunst, Schönheit, Freiheit - all dem gegenübergestellt worden, was ich am meisten ablehne - Fanatismus, Bigotterie, Gewalt", sagte Rushdie.
Dass er vor zehn Jahren die US-Staatsbürgerschaft annahm, habe er trotz der politischen Lage nicht bereut. "Wenn man in einem Land lebt, möchte man wirklich ein Teil davon sein." Es sei seltsam zu sagen, hier sei sein Zuhause, aber er könne nicht teilnehmen und nicht wählen.
Seine Heimatstadt New York sei nicht gleichbedeutend mit den USA. "Wir hatten Trump schon lange durchschaut, als er noch ein korrupter Immobilienentwickler war, wir wussten alle, wer er war - leider wurde der Rest des Landes getäuscht", sagte Rushdie.