"In der Praxis bedeutet das, dass einige junge Leute unter 16 Jahren die Schutzmaßnahmen umgehen können", erklärte Snapchat. Umgekehrt komme es aber auch vor, dass Nutzerinnen und Nutzer über 16 fälschlicherweise ihren Zugang zu dem Netzwerk verlieren.
Das Unternehmen schloss sich daher einer Forderung des Facebook- und Instagram-Mutterkonzerns Meta an, statt den Netzwerk-Betreibern die App-Stores in die Pflicht zu nehmen: Sie sollen demnach bereits vor dem Download einer App das Alter der Nutzerinnen und Nutzern überprüfen. "Die Schaffung eines zentralisierten Verifizierungssystems auf Ebene der App-Stores würde einen einheitlicheren Schutz und höhere Hürden für die Umgehung des Gesetzes ermöglichen", erklärte Snapchat.
In Australien waren im Dezember strenge Regeln für die Nutzung von Online-Netzwerken durch Heranwachsende in Kraft getreten. Die Internet-Unternehmen sind seitdem verpflichtet zu überprüfen, dass ihre Nutzerinnen und Nutzer mindestens 16 Jahre alt sind. Bei Verstößen drohen ihnen Strafzahlungen von umgerechnet bis zu 28 Millionen Euro.