"Der Zugang zu den Büros des Elysées wurde nicht gestattet", erklärte die Finanzstaatsanwaltschaft. Es seien aber andere Orte durchsucht worden, unter anderem Privatwohnungen. Anlass dafür sei der Verdacht auf Begünstigung und Korruption bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, erklärte Prache. Diese umfassten die Festakte zur Aufnahme berühmter Persönlichkeiten in die staatliche Pariser Ruhmeshalle Panthéon.
Nach Informationen von "Le Canard Enchaîné" wurden diese Festakte seit gut zwei Jahrzehnten von einer einzigen Eventfirma organisiert. Diese habe dafür jeweils etwa zwei Millionen Euro in Rechnung gestellt. Auch der internationale Festakt zum 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie im vergangenen Jahr und weitere Großveranstaltungen wurden demnach von dem Unternehmen organisiert.