Die Bundeswehr sei der festen Überzeugung, "dass wir die Qualifikationen, die Talente von jungen Frauen auch in den Streitkräften brauchen". Die Art und Weise, wie die Bundeswehr mit den Vorwürfen umgehe, solle zeigen, "dass jede und jeder in den Streitkräften geschützt ist", sagte Freuding dem Hauptstadtstudio des Senders.
Die Vorfälle im westpfälzischen Zweibrücken waren durch Meldungen von Soldatinnen des Regiments beim Bundestags-Wehrbeauftragten bekannt geworden. Nach Angaben des Heers handelte es sich um "sexualisiertes Fehlverhalten, extremistische Verhaltensweisen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz". Bis Mitte Dezember wurden dazu Ermittlungen gegen 55 Beschuldigte eingeleitet.
Der Inspekteur des Heeres machte deutlich, dass es für die erhobenen Vorwürfe gegen die Fallschirmjäger keinerlei Toleranz gebe und dass keiner der Vorwürfe "für uns im Heer in irgendeiner Art und Weise tolerabel" sei. Elf Soldaten seien bereits entlassen worden, weitere disziplinar‑ und strafrechtliche Verfahren liefen.