Die Umfrage wurde von dem Meinungsforschungsinstitut Civey für den Sozialverband erstellt. Laut "BamS" wurden dafür 2.500 Menschen ab 18 Jahren befragt. Rentner, Beamte und Selbstständige nahmen nicht an der Befragung teil.
Wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtet, gab in der Civey-Umfrage eine Mehrheit von 54 Prozent an, zu wenig Geld für ausreichend private Vorsorge zur Verfügung zu haben. Nur 30 Prozent halten demnach ihre Finanzmittel für ausreichend, um privat fürs Rentenalter vorsorgen zu können. 87 Prozent der Befragten sprachen sich dem Bericht zufolge dafür aus, dass auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen.
Die Chefin des Sozialverbandes, Michaela Engelmeier (SPD), kritisierte in der "BamS", die gesetzliche Rente werde "gezielt schlechtgeredet". Dabei habe sie sich gerade in Krisenzeiten als stabil erwiesen. "Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie keine Verunsicherung schürt", sagte Engelmeier. Eine verlässliche Rente sei schließlich "zentral für das Vertrauen in den Staat".
Da sich viele Menschen private Vorsorge fürs Alter nicht leisten könnten, müsse die Rente umgebaut werden zu einer "Erwerbstätigenversicherung, in die alle, auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete, einzahlen", forderte die Verbandschefin.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vergangenen Montag bei einer Veranstaltung des Bankenverbands gesagt, die Rente könne künftig "allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter". Mit dieser Äußerung stieß der Kanzler auf teils scharfe Kritik. Am Samstag stellte der CDU-Chef in einer Rede bei der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands in Marburg klar, dass es "keine Kürzungen" bei der gesetzlichen Rente geben werde.