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Anti-Rassismus-Kunstaktion in Freital : "Nazis essen heimlich Falafel"

Positive Nachrichten aus Freital: Die Künstlergruppe Dies Irae hat die Stadt mit dem Rassistenproblem mit 21 Plakaten "hübsch" gemacht. Zumindest für ein paar Stunden.

"Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm. Der Nazi macht es andersrum."

"Freital startet den Tag mit 21 hübschen Plakaten. Bisher meine größte Intervention in einer verhältnismäßig kleinen Stadt, in der ein kleiner brauner pöbelnder Mob so viel unangenehme Aufmerksamkeit herbeiführte", steht auf der Facebook-Seite der Adbusting-Künstlergruppe Dies Irae (Tag des Zorns) zu lesen."Nun prangen auf der Hauptverkehrsstraße zwischen S Hainsberg und S Potschappel zehn unterschiedliche Motive gegen Rechts. Das Problem heißt immer noch Rassismus."

In Freital, dem Ort, der durch Ausschreitungen gegen Flüchtlinge bekannt geworden ist, stand am Donnerstag Schwarz auf Weiß zu lesen "Nazis essen heimlich Falafel". Oder auch "Alle Rassisten sind Arschlöcher. Überall." Und "Refugees welcome". 

Nach Dies Iraes Angaben hat eine Person "in 90 Minuten 21 Plakate" aufgehängt. Die für die Werbeflächen zuständige Firma Deutsche Plakatwerbung GmbH schickte wiederum sofort Mitarbeiter, um die Plakate zu entfernen. Denn während die Netzgemeinde die Motive derzeit begeistert weiterreicht, wird bereits mit Anzeige gedroht, berichtet die "Morgenpost". Vor allem wundere man sich aber darüber, wie Dies Irae die Glaskästen habe öffnen konnte, hinter denen die neuen Plakate angebracht wurden. Die seien normalerweise abgeschlossen. 

Wenn Sie mehr über Dies Irae wissen möchten: Hier geht es zu einem älteren Interview zu Thema Adbusting.

sal
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