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Nachbarschaft in den USA: Absurde Streitfrage: Darf man sich zu Weihnachten Drachen in den Garten stellen?

Diana Rowland liebt Drachen – deshalb stehen ein paar Exemplare in ihrem Garten. Ihren Nachbarn ist das ein Dorn im Auge, ganz besonders zu Weihnachten. Daraus entstand ein absurder Nachbarschaftsstreit.

Es gibt Menschen, die mögen Weihnachten, sehr sogar. Diese Menschen leben ihre Leidenschaft sehr unterschiedlich aus, manche eher nach innen, andere sehr sichtbar, zum Beispiel in Form von exzessiver Weihnachtsbeleuchtung. Ihre Stromrechnung – ihr Problem.

Es gibt Menschen, die mögen andere Dinge sehr gern. Diana Rowland zum Beispiel mag Drachen. Deshalb hatte die US-Amerikanerin in ihrem Garten einige leuchtende Drachenfiguren aufgestellt. Ihr Garten – ihr Problem? Sollte man meinen, war aber nicht so.

Schwierig wird es nämlich, wenn Menschen, die Weihnachten sehr mögen, und Menschen, die Drachen sehr mögen, direkt nebeneinander wohnen – und mindestens einer von beiden ziemlich intolerant ist. Die Nachbarn von Diana Rowland jedenfalls fühlten sich von den Drachen im Garten des Hauses nebenan mächtig in ihrer Weihnachtsvorfreude gestört. Ihre Reaktion hätte man eigentlich nur in deutschen Schrebergärten, nicht aber in der Kleinstadt Mandeville in Louisiana erwartet: Sie warfen Diana Rowland einen Zettel in den Briefkasten – als Ermahnung und Erinnerung daran, wie man sich als guter Nachbar zu verhalten habe.

Our dragon holiday display got fan mail! (And apparently the "true meaning of Christmas" involves judgmental bullshit?)😂...

Gepostet von Diana Rowland am Freitag, 14. Dezember 2018

Nachbarn protestieren gegen Drachen im Garten

"Liebe Nachbarin", stand auf der Protestnote, "Ihre Drachenbeleuchtung ist an Halloween gerade noch akzeptabel. Für Weihnachten ist sie völlig unangemessen." Die anderen Nachbarn könnten denken, Rowland gehöre zu einem satanischen Kult, sorgten sich die Verfasser und baten sie darum, die Deko zu entfernen. "Möge Gott Ihnen helfen, die wahre Bedeutung von Weihnachten zu erkennen", wünschten sie ihrer Nachbarin noch.

Diana Rowland war angesichts dieser Nachricht zunächst einmal ziemlich perplex – soll man darüber lachen, sich ärgern, einen Streit anfangen und warum sollte sie sich überhaupt darum kümmern, was andere Nachbarn von ihr denken? Sie postete ein Bild ihrer Drachen sowie des Briefes auf Facebook sowie auf Twitter und kommentierte: "Ich glaube, sie denken, ich bräuchte noch mehr Drachen??" Seitdem beteiligen sich viele User an der Diskussion, ob die Deko für die Adventszeit angebracht ist; was das die Nachbarn angehe und wie Rowland auf die Kritik reagieren könnte. 19.000 Mal wurde der Ausgangspost bereits auf Facebook geteilt.

Die meisten unterstützen Rowland: Sie finden ihre Deko super – und vor allem gefällt ihnen der Gedanke, wie die Drachen die Bewohner im Haus nebenan provozieren. Einhelliges: Mehr Drachen! Wie Rowland in einem späteren Beitrag schreibt, haben ihr einige sogar angeboten, ihr Geld zu überweisen, damit sie ihre Drachenarmee noch ausbaut. Diana Rowland allerdings hat keine Lust auf Eskalationskurs. Ihren Drachen hat sie einen Heiligenschein verpasst – "jetzt sind sie Engel". Was das Geld betrifft, rät Rowland ihren Unterstützern eher, zur Weihnachtszeit eine wohltätige Organisation zu unterstützen. Damit wären sicher auch die Nachbarn einverstanden.

Quelle: Diana Rowland auf Facebook 

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