Notfallambulanz

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Krankenhaus in Freising

13 Millionen Menschen 2024 in Notfallambulanzen behandelt - Neuer Höchstwert

Im vergangenen Jahr sind 13 Millionen Menschen in Deutschland in Notfallambulanzen behandelt worden. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2018, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Der niedrigste Stand wurde 2020 mit 9,4 Millionen erreicht. Im Vergleich zu 2023 war der Wert 2024 um fünf Prozent höher. 
Video: Lauterbach will Notfallambulanzen entlasten

Video Lauterbach will Notfallambulanzen entlasten

STORY: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die medizinische Notfallversorgung in Deutschland reformieren. Hierzu stellte der SPD-Politiker am Dienstag ein entsprechendes Eckpunktepapier vor. Mit seinen Plänen möchte der Gesundheitsminister Krankenhäuser und Notaufnahmen zukünftig entlasten. 25 bis 30 Prozent der Patienten, die in Notfall-Ambulanzen der Krankenhäuser versorgt würden - so schätzt Lauterbach - könnten auch in Praxen versorgt werden oder seien gar keine Notfälle. Lauterbach will nun die bestehenden Notrufnummern von Rettungsdienst und der Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen zusammenführen. Nach einem Erstgespräch, soll der Hilfesuchende dann weitergeleitet werden. Welche der beiden Nummern man wählt, wird somit künftig egal sein. Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister: "Wir wollen, dass es idealerweise erst gar nicht zu einem Arzttermin kommt, wenn er nicht benötigt wird durch eine Ersteinschätzung. Wir wollen die Erreichbarkeit für die Patienten bündeln, dass die beiden Nummern 112 und 116117 vereinheitlicht werden, zusammengeführt werden. Soll somit also eine kommunizierende Röhre geben. Das sind bisher voneinander getrennte Systeme, 112, 116117 sind getrennt und bei 112 kommen viele Anrufe an, die 116117 bedient werden und umgekehrt." Durch die Maßnahme sollen unnötige Rettungseinsätze vermieden, die Versorgung verbessert und gleichzeitig noch Geld gespart werden, so die Hoffnung von Lauterbach. Für Patienten, die den direkten Weg in die Klinik antreten, möchte Lauterbach sogenannte integrierte Notfallzentren an den Krankenhäusern einrichten. Die Notfallzentren sollen aus der Notaufnahme eines Krankenhauses, einer kassenärztlichen Notdienstpraxis und einer zentralen Ersteinschätzungsstelle bestehen. Die geplante Reform soll im Januar 2025 in Kraft treten. Lauterbach kündigte zudem eine Reform des Rettungsdienstes an. Die Vorschläge dafür sollen in Kürze vorgelegt werden.