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Virgin-Atlantic-Flug "Ich hoffe, dieser Flieger stürzt ab" – britische Passagierin wurde zu hoher Geldstrafe verurteilt

Ein Flugzeug schwebt über einem Flughafen
Flug in den Abendhimmel (Symbolbild)
© Bogdan Khmelnytskyi / iStockphoto / Getty Images
Auf einem Flug von Barbados nach London pöbelte eine Erste-Klasse-Passagierin, das Kabinenpersonal fixierte sie daraufhin. Jetzt wurde die 41-Jährige verurteilt.

Eine Londonerin wurde wegen Ausfälligkeiten auf einem Interkontinentalflug zu einer Geldstrafe von 10.000 Britischen Pfund (etwa 11.500 Euro) verurteilt. Rachel S. aus Südlondon ging auf das Kabinenpersonal eines Virgin-Atlantic-Fluges los, als sie am 5. Januar von Barbados nach Heathrow reiste. Die 41-Jährige wurde in der Vergangenheit bereits wegen ähnlicher Delikte strafrechtlich verfolgt, wie die britische BBC berichtete. Nun aber wurde sie zu einer Geldstrafe sowie einer zwölfwöchigen Haftstrafe verurteilt, letztere wurde mit einer Bewährungszeit von 18 Monaten ausgesetzt.

"Äußerst entsetzliches" Verhalten

Das Gericht fasste in dem Urteil zusammen, dass S. zunächst von der ersten Klasse in den Economy-Bereich des Flugzeugs verlegt wurde, nachdem sie sich "laut und missbräuchlich" verhalten hatte. Sie sei jedoch erneut in die erste Klasse gelangt, indem sie einen Flugbegleiter "niedergerungen" hatte. Schließlich hatte sie "Ich hoffe, dieses Flugzeug stürzt ab und wir alle sterben" gerufen und angekündigt, Besatzungsmitglieder zu "schlagen". 

Die selbstständige Produktionsassistentin hatte zugegeben, sich bedrohlich und missbräuchlich verhalten zu haben, betrunken in ein Flugzeug gestiegen zu sein, der Anweisung des Piloten, auf ihrem Platz zu bleiben, nicht Folge geleistet und eine Mitarbeiterin angegriffen zu haben. Die zuständige Bezirksrichterin sagte, das Verhalten von S. sei "äußerst entsetzlich" gewesen und sie habe jegliche Empathie "für die anderen Passagiere und das Bordpersonal" vermissen lassen.

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Ergänzend sagte die Richterin: "Sie waren betrunken, befanden sich 40.000 Fuß über dem Boden und es kam am Ende zu entsetzlichen Gewaltszenen" (40.000 Fuß entsprechen zirka 12 Kilometern). In einer vor Gericht verlesenen Erklärung über die Auswirkungen auf das Bordpersonal sagte ein Besatzungsmitglied, dass der Angriff "sehr beunruhigend" gewesen sei und dass "wir schockiert waren, dass wir sie fixieren mussten".

Jude Lanchin, S'. Verteidigerin, sagte, ihre Mandantin sei "entsetzt über ihr eigenes Verhalten" und "sehr verstört über ihre Aussetzer“ gewesen. S. wurde nicht nur mit einer Geldstrafe belegt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, sondern auch sechs Monate lang von 21 Uhr abends bis 7 Uhr morgens mit einer häuslichen Ausgangssperre belegt und zu einer Schadenersatzzahlung von 1000 Pfund (etwa 1150 Euro) verurteilt.

Quelle:  BBC

km

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