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Palma de Mallorca: Deutscher Tourist klettert auf Sandburg – Bewacher prügelt ihn ins Krankenhaus

Offenbar im Suff ist auf Mallorca ein Deutscher auf eine für viele Strände der Insel typische Sandburg geklettert und hat diese teilweise zerstört. Sehr zum Ärger des Bewachsers des Bauwerks, der seinem Ärger aggressiv Ausdruck verlieh.

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Eine für viele Strände Mallorcas typische Sandburg. Den Erbauern sichern die Bauwerke gerade in der Hochsaison ein lukratives Geschäft (Symbolbild).

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Schmerzhafte "Schnapsidee" nach durchzechter Nacht: Auf Mallorca ist ein deutscher Tourist am Wochenende schwer am Rücken verletzt worden. Wie unter anderem die "Mallorca Zeitung" berichtet, war der 17-Jährige in der mallorquinischen Haupstadt Palma auf eine der für viele Strände der Insel typischen Sandburgen geklettert und hatte diese teilweise zerstört. Sehr zum Ärger des Bewachers des Bauwerks, der nebenan in einem Zelt schlief.

Demnach bemerkte der Mann - laut "Bild"-Zeitung ein Rumäne - den Deutschen auf seiner Sandburg und schlug ihm daraufhin mehrfach mit einer Handharke auf den Rücken. Der Tourist, der nach kurzer Flucht zusammenbrach, trug dabei eine klaffende und stark blutende Wunde davon und musste nach erster ärztlicher Versorgung vor Ort in einem Krankenhaus behandelt werden. Die beiden Begleiter des Jungen blieben unverletzt. Der Sandburg-Bewacher wurde der Zeitung zufolge noch am selben Morgen von der Polizei festgenommen.

Mallorca: Sandburgen-Geschäft ist illegal, aber geduldet

Dass der Festgenommene derart aggressiv reagierte, kommt nicht von ungefähr: So sichern die meist sehr aufwendig gestalteten Sandburgen den Erbauern einen Teil ihres Lebensunterhalts. Für viele Touristen sind die Kunstwerke aus Sand ein beliebtes Fotomotiv, vor dem sie sich gegen eine Geldspende ablichten. Legal ist dieses Geschäft laut "Mallorca Zeitung" zwar nicht, es werde jedoch von den Behörden in der Regel geduldet.

Weil die Burgen nicht nur die Existenz sichern, sondern auch sehr viel Arbeitszeit kosten, werden sie von ihren Erbauern meist 24 Stunden am Tag bewacht. Laut "Bild" gibt es in Palma rund zwei Dutzend Bulgaren und Rumänen, die durch ihre Bauwerke Geld verdienen. In der Hochsaison könne dieses Geschäft mit bis zu 1000 Euro pro Tag sehr lukrativ ausfallen, heißt es.

Auf einem Sandstrand liegt eine Portugiesische Galeere: Links hat sie eine bläuliche Spitze, rechts ist sie breiter
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